Folge 64 - Nachfolge-Talk mit Julia Zotter
Show notes
Julia Zotter hat im März 2026 die Geschäftsführung von Zotter Schokoladen übernommen. Von ihrem Vater Josef Zotter, dem Gründer.
Ich frage sie zu Beginn: Was hat sich für dich seit der Übernahme verändert? Von da aus gehen wir zurück. Wir reden darüber, wie es ist, mit einem Unternehmen aufzuwachsen. Über die Jahre in Shanghai, wo Julia das Schokotheater von Grund auf aufgebaut hat. Es war ihr Baby. Heute führt es das Team vor Ort, ohne sie. Julia kennt also beide Seiten der Nachfolge. Die, die aufbaut. Und die, die loslässt. Vom Mikromanagement zur Übergabe. Diese Erfahrung hilft ihr jetzt zu verstehen, was zwischen ihrem Vater und ihr passiert.
Wir sprechen auch über ihre Konditor-Meisterprüfung und warum ihr wichtig war, sie zu machen. Über den Weg, den man selbst gehen muss, bevor man übernimmt. Und über Geschwister im Familienunternehmen. Warum es klare Rollen und klare Aufgaben braucht.
Du erfährst:
- was sich für Julia seit der Übernahme geändert hat und was nicht,
- wie sie in Shanghai das Schokotheater aufgebaut und später losgelassen hat,
- was diese Erfahrung ihr heute in der Beziehung zu ihrem Vater hilft,
- warum ihr die Konditor-Meisterprüfung so wichtig war,
- warum du dich zuerst selbst ausprobieren musst,
- und was Geschwister im Familienunternehmen brauchen, damit es hält.
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Show transcript
00:00:08:
00:00:12: Hallo und herzlich willkommen bei die Nachfolgerin.
00:00:15: Wir haben heute wieder mal ein Nachfolge-Talk und sind da in Bergl, bei Riegersburg mitten in der Ostseermarkt.
00:00:22: Mir ging übersetzt die wunderbare Julia Zotta, die Tochter des Firmengründers.
00:00:27: Hi Julia!
00:00:28: Hallo!
00:00:30: Julia, wir sitzen da mitten im Schokotheater.
00:00:33: Das ist ja nicht nur eine Schokoladenfabrik sondern Foto ist eine richtige Erlebniswelt, die mir mit meinen Kindern Server oft da gewesen.
00:00:41: Eigentlich für die am liebsten Server, die ganze Zeit hier fahren.
00:00:44: Schoko ist einfach das größte!
00:00:46: Die Julia, die in mir ging übersetzt, des Achtunddreißig hat schon einen beeindruckenden Lebensweg hinter sich.
00:00:52: Hat an der Boko studiert und war dann im Paris-Epextro für die
00:00:56: ein... Danke, habe ich gesehen,
00:00:57: ja?
00:00:58: ...leibern angezogen.
00:00:59: Hat in Paris in der Gordon Bleu Schule... Klingt
00:01:03: wie eine Schnitzel Akademie, ist aber keiner.
00:01:06: Ich finde, das klingt so richtig cool.
00:01:09: Patisserie-Kland, du hast deine Meisterprüfung als Konditorin gemacht und bist jetzt seit März diesen Jahres Geschäftsführerin vom Familienbetrieb Tota von dieser Erlebniswelt, wo wir heute hier mitten drinnen sind.
00:01:23: Ich freue mich voll, dass du da bist und ich freue mich sehr auf unser Gespräch!
00:01:26: Wir werden über die Nachfolge reden – über das Leben in einem Familienunternehmen, über Herausforderungen, Familie über Geschwister, über Dinge die man sagt und die wir nicht sagen.
00:01:37: Über alle, die man spielt oder nicht spielt und alles was uns sonst noch einfallen.
00:01:42: Gerne gerne!
00:01:42: Freuen wir uns.
00:01:43: Starten wir direkt rein, oder?
00:01:45: Voll!
00:01:46: Julia seit ersten März bist du Geschäftsführerin.
00:01:49: Ja
00:01:51: Was hat sich seitdem verändert?
00:01:53: Also das überlege ich mir tatsächlich jeden Tag von selber dabei.
00:02:00: Es sind eher die kleinen Dinge.
00:02:02: also Ich bin ja eigentlich ins Familienunternehmen hineingeboren worden und insofern ist das für mich immer meine Welt gewesen.
00:02:09: Und die verändert sich jetzt nicht von einem Tag auf dem anderen radikal, sondern... Immer so schrittweise!
00:02:17: Das was sich für mich am ersten geändert hat war dann der zweite März, was auch immer das für ein Wochentag war, da habe ich dann Dinge von Schreiben bekommen, von Banknotar, Rechtsanwalt, Dinge Als mir vorher gar nicht aufgefallen, dass das eigentlich so genauso über den Tisch wandert und eben wo dann meine Unterschrift diesmal ohne halt den Prokurazusatz notwendig war.
00:02:42: Das hat sich für mich von einem Tag auf dem anderen geändert.
00:02:45: Alles andere passiert so schleichend würde ich sagen.
00:02:48: Die Briefe zu bekommen jetzt plötzlich von Anwalt zur Behördenbriefe die an dich adressiert sind gibt wahrscheinlich also eine zusätzliche Sichtbarkeit von Verantwortung, oder?
00:02:57: Also diesen Wechsel der Verantwortung.
00:03:00: Man liest sich die Dinge dann doch ein bisschen genauer durch als man es vorher gemacht hat.
00:03:05: Ja das war ein interessanter Wechsel und ansonsten gab's bei uns keine Übergabe per se wir sind eigentlich in der Übernahmephase würde ich jetzt einmal sagen oder Übergang kann man das vielleicht eher nennen.
00:03:21: also wir sind immer noch zuviert im Unternehmen Eigentlich zu fünft, also unsere kleine Schwester ist jetzt auch da.
00:03:28: Die geht aber im Herbst auf die Uni.
00:03:30: Das heißt sie macht halt jetzt mit und wird danach immer wieder dazukommen.
00:03:35: Der kleine Schwestern heißt wie?
00:03:37: Also die Valarie.
00:03:37: Valarien darf ich eigentlich gar nicht sagen... Sie
00:03:41: hat ja schon gesehen, sie ist größter als du.
00:03:44: Aber sie bleiben immer klein.
00:03:45: Wie Geschwister, das hilft alles nichts.
00:03:47: Immer ein Baby natürlich!
00:03:48: Du bist der
00:03:48: älterste, oder?
00:03:49: Ich
00:03:49: finde er ältester.
00:03:50: Sie ist achtzehn Jahre jünger Also die Wally wird jetzt einundzwanzig.
00:03:55: Okay!
00:03:55: Und der Michi, mein kleiner Bruder ist auch größer als ich, er ist elf Monate jünger also der wird jetzt achtunddreißig.
00:04:03: Ja
00:04:04: und Michael ist auch fix mit bei euch im Unternehmen.
00:04:08: also du hast vorhin gesagt ihr seid zu viert, Papa Mama?
00:04:11: Du unter Michi oder nicht?
00:04:12: Genau Michi wir sind nur elf Monate auseinander.
00:04:17: also wir sind sowas wie Wie nennt man das katholische Zwillinge?
00:04:21: Es sind eigentlich immer gemeinsam aufgewachsen.
00:04:23: Wir haben alles gemeinsam gemacht, bis zu einem gewissen Grad haben wir tatsächlich alles gleichgemacht.
00:04:32: Er ist bei uns verantwortlich für IT-Software ein großer Teil von der Technologie also wobei unser Schnitt des Schokoladentechnologies eher meiner Sache und Softwaretechnologie die Schokotechnologie, die ich gerne hätte in unserem System einbauen und so weiter.
00:04:51: Das ist tatsächlich Science!
00:04:52: Also das Unternehmen sozusagen in die Zukunft zu bringen auf technischen Möglichkeitenniveau – das ist sein Bereich.
00:05:02: Bei uns hat sich der Lebensweg auseinander, also der Ausbildungsweg mit Beginn der Uni auseinander getrennt.
00:05:11: Auch er hat eine Boku-Lebensmitteln Biotechnologie studiert hat aber früher aufgehört und ist dann, hat dann den IT-Zweig eingeschlagen.
00:05:21: Und ich habe die Boko tatsächlich auch nicht fertig gemacht.
00:05:25: Also eigentlich hab' ich kurz vor Ende bin ich dann nach Paris gegangen damit ich ein bisschen was Praktischeres auch sehe und dann hat sich unser Schanker Projekt entwickelt und dort bin ich dahin.
00:05:36: Ja, da haben wir noch etwas gemeinsam.
00:05:38: Ich sag gar immer ihr habt Sprachen studiert auf der Uni Graz Aber wer war nicht fertig studieren?
00:05:43: Also haben sie dann einfach wichtigere Dinge ergeben oder als Chancener geben und ich glaube das ist auch was ganz Wichtiges in diesem Gesamtbereich, dass man sagt wenn Sie Chancen auf tun muss man die halt schnappen und nicht mehr an dem festhalten.
00:05:56: Was wir sich vorher mal überlegt haben.
00:05:59: Du hast es ja so lieb beschrieben, ihr seid eigentlich nur elf Monate auseinander gemeinsam oder miteinander aufgewachsen, habt ihr immer alles gemeinsam gemacht.
00:06:06: Das Unternehmen ist ja auch gegründet worden gleichzeitig wie du auf die Welt kommen bist mehr oder weniger?
00:06:10: Oder gleiches Jahr?
00:06:11: Ja also unsere Eltern haben tatsächlich nicht genug Probleme, ich hab ein neues Unternehmen frisch verheiratet zwei Kinder.
00:06:16: Ja aber es tut ziemlich viel für einen guten Start.
00:06:20: Aber bleiben wir noch ganz kurz bei mich weil man das so oft so sieht gerade wenn ihr seid unter gleichen Bedingungen aufwachsen ihr habt's den ganzen gleichen... Rahmen gehabt sozusagen auch die gleichen Werte mitkriegt.
00:06:32: Die Eltern waren in dem Fall auch wirklich ... In der gleichen Situation kann man jetzt sagen, weil das verändert sich dann bei Geschwistern ja oft dass es weiter dann ganz andere Eltern vorfindet als das erste.
00:06:42: aber das war bei euch durch das ist so naheseits auch.
00:06:44: Jetzt habt ihr euch ganz anders entwickelt.
00:06:47: Hast du so frühe Erlebnisse wo du sagst?
00:06:48: Das war eigentlich ganz klar!
00:06:49: Mein Rolle ist die und die von mich hier ist die.
00:06:53: Also
00:06:55: ich hab Das ist vielleicht eher eine Rolle, die ich für die Ball hier dann irgendwann eingenommen habe aus Spaß.
00:07:02: Wir waren ja immer die großen Geschwister und ich hab immer gesagt, ich bin deine große böse Schwester und deswegen muss ich dich jetzt ärgern.
00:07:09: Also wir haben auch viel, viel Spaß zusammen gehabt aber da war natürlich ein großer Altersunterschied.
00:07:15: bei Michi war es allerdings auch schon eher so dass ich diejenige war, die gesagt hat hey das machen wir oder in die Richtung gehen wir.
00:07:22: und er hat mich immer unterstützt und war immer dabei.
00:07:26: Wir waren so nahe, Geschwister.
00:07:28: War man tatsächlich entweder der beste Freund oder ärgste Feinde?
00:07:31: Ja!
00:07:32: Aber das ist ganz normal.
00:07:33: Ich glaube unsere Eltern sind mehr als ein paar Jahre gealtert in der Zeit.
00:07:39: Das hat sich bei uns schon früh in die Richtung entwickelt dass ich halt oft einen Schritt in eine gewisse Richtung auch zuerst gemacht habe und da mich es mit mir mitgegangen.
00:07:52: Und diese Geschwistersdynamik verändert, aber in der Hinsicht war zwischen uns eigentlich nie ein Bettbewerb oder eine Diskussion notwendig.
00:08:05: Wir haben schon darüber gesprochen, aber auch da Michi von sich selber hat gesagt ich will das Unternehmen nicht vorne leiten.
00:08:12: Ich will dir den Rückdecken, ich will es mit dir gemeinsam machen, ich würde dich unterstützen, aber ich will nicht derjenige sein, der vorne steht.
00:08:20: und wir haben uns relativ früh schon irgendwie natürlich so nebenher eine Rollenverteilung hineinentwickelt.
00:08:30: Tatsächlich, Dinge die wir da nicht mehr gemeinsam gemacht haben dann eben erst nach der Uni... also am mitten in der Uni-Zeit begonnen dass wir uns halt in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben und das ich physisch nicht da war.
00:08:42: Ich habe fünf Jahre lang in Shanghai gelebt.
00:08:45: Da hat er mich dann auch für sich natürlich viele Dinge ganz anders gemacht, wie ich sie gemacht habe.
00:08:51: Er ist mittlerweile die Ordnung wo ich das Chaos bin.
00:08:54: also wir haben uns von der Persönlichkeit in zwei unterschiedliche Richtungen entwickelt aber wir ergänzen uns sehr gut und bekommen auch mit den schrägen Eigenschaften dass jeweils anderen gut aus.
00:09:08: Ich glaube nicht, dass wir noch einmal zusammen leben wollen.
00:09:12: Weil?
00:09:13: Ja, weil ich lebe mit dem was mir halt so am Tag alles passiert und stelle mich dann drauf ein.
00:09:23: Bin aber tatsächlich jemand der im Chaos floriert oder im Flow sozusagen und der Michi ist jemand der gerne voraus plant, der gerne Dinge bis ins letzte Detail kontrolliert und selber verändert.
00:09:39: Und das braucht man auch eben für die IT wahnsinnig wichtig, um.
00:09:44: insofern ein Zusammenleben ist schwierig weil das Chaos und die Ordnung zusammenzubringen ist eine Herausforderung
00:09:53: Aber im beruflichen schafft es gut.
00:09:54: also da ist es wirklich so eine Ergänzung und gegenseitige Stützen.
00:10:00: Das ist nämlich auch das Wichtige daran.
00:10:01: Also du hast vorallem gesagt unsere Schregen Eigenheiten Du mal auch anerkennen gegenseitig.
00:10:07: Ich glaube, das ist das Minderste was es braucht vielleicht sogar so ein... ich liebe Tessan Dior dass du und das macht's besonders weil überall dort fangst du zum Knacksen an wo du eben das gegenüber dir das Gefühl gibt für Tessas was du besonders bist.
00:10:22: Das stört einem.
00:10:23: Ich glaub wir haben das Glück dass wir tatsächlich so unterschiedliche Talente Leidenschaften Interessen haben Dass wir uns nicht gegenseittich in die Quere kommen.
00:10:35: Wir haben ein sehr starkes Vertrauen dafür, dass der andere ja auch im besten Interesse handelt.
00:10:41: Heißt das jetzt, dass wir immer einer Meinung sind?
00:10:43: Definitiv nicht!
00:10:44: Aber es heißt, dass von der gleichen Basis aus miteinander reden können und sagen wollen eigentlich eh in die gleiche Richtung... ...wir müssen uns überlegen wie wir dort hinkommen und wir lassen uns auch die Freiheit.
00:10:55: also zum Beispiel ich brauche meinen Bruder nicht zu sagen hey Damit du von A nach B kommst, musst du genau diese Schritte machen.
00:11:04: Weil das ist mir super wichtig!
00:11:06: Ich kann sagen, je nach B möchte man hin.
00:11:09: Wie wir dorthin kommen, bitte überleg dir, dass es dein Bereich, da mische ich mich nicht ein
00:11:14: und umgekehrt
00:11:14: ist es genauso.
00:11:15: also wir haben gegenseitig sehr viele Freiheiten und sehr viel Vertrauen und das hilft sehr.
00:11:22: Sehr besondere Führungskompetenz auch im Vertrauen zu handeln und sozusagen auf das Ziel sich hinzuorientieren und nicht unbedingt den Weg vorgeben zu wollen.
00:11:31: Hast du es schon immer so gemacht oder hat sich das entwickelt?
00:11:33: Nein,
00:11:35: also zwischen meinem Bruder und mir schon.
00:11:39: Weil wir halt sehr unterschiedlich sind.
00:11:43: Ich habe fünf Jahre lang in Shanghai gelebt weil wir dort ein kleines Schokotarte aufgebaut haben...
00:11:48: Wann bist du dorthin?
00:11:48: Da
00:11:49: war ich im Jahr zwanzigzehnt, dreizehn herum.
00:11:52: Da haben wir das als eine Baustelle gehabt.
00:11:55: Und ich war halt immer die einzige dort, die tatsächlich zuhause Österreich bis ins letzte Detail gekannt hat.
00:12:00: Das heißt aber dann auch dass man einen gewissen Hang zum Micro-Management entwickelt weil man ja alles aufbauen muss und halt alle Leute Schulen usw.
00:12:12: Das kann sehr addiktiv sein würde ich jetzt einmal sagen einfach diesen Kontrollzwang irgendwo auszuleben.
00:12:20: Es heißt aber auch, dass sich dann das Team natürlich darauf verlässt... ...dass jemand wird schon richten oder jemand wird sehen.
00:12:27: Oder es gibt die Lösung und ich brauche noch bei der Julia Fragen.
00:12:32: Das habe ich ja nicht gewusst, aber das war halt so ein bisschen die Dynamik, was sich dort entwickelt hat.
00:12:36: War aber eine sehr wichtige Elektion.
00:12:39: Man kann nicht alles wissen, man kann nicht Alles können!
00:12:41: Und am stärksten ist mal wenn das Team zusammen in einem Richtung geht und verschiedene Dinge abdeckt.
00:12:47: Und das war tatsächlich ein Lernprozess für mich Und etwas, was ich wahrscheinlich als meine größte Lektion aus China bezeichnen würde.
00:12:56: Dass dieses Loslassen ja nicht heißt das ich irgendwas aufgebe oder dass es mir wurscht wäre.
00:13:01: Das heißt nur, dass sich andere Leute auch Fehler machen lassen, andere Leute Erfolge feiern lassen und die Freiheit mir und den anderen gebe, was
00:13:11: umzusetzen.".
00:13:12: Ja, man dieses Micro-Management wie du es bezeichnet hast gibt halt auch extrem für Sicherheit.
00:13:17: Also dann habe ich alles unter Kontrolle und dann weiße dass das alles genauso gemacht wird wie sie ist.
00:13:21: Und gerade in dieser Voraussetzung wie du da warst, dass du sagst du bist eigentlich die einzige die weiß wie's richtig geht.
00:13:27: Das ist ja das was da der Faktor dahinter steht verfolgt man halt sehr leicht dran.
00:13:32: Deswegen finde das Bild was du jetzt so zeichnet hast vom Loslassen besonders schön.
00:13:37: Ich sage es immer so wir klammern uns auf verzweifelt an Dinge Und dann fühlt sich loslachen, so an wie fallen lassen.
00:13:45: Also das Einzige was ich machen kann wenn ich so verzweifelt traue ist es ja auslassen und dann fällt etwas am Boden... ...und was man aber machen kann ist dass man einfach die Hand dreht sozusagen und das einmal einfach locker lässt und da mal ein bisschen auslöst heißt er nicht dass man's ganz weg gibt sondern einfach aus allen Seiten betrachten kann Ich habe das ein bisschen gehört, dass es bei dir mit Corona zu tun hat.
00:14:07: Dass du diesen Prozess dann gut abschließen kannst und loslassen was mich voll fasziniert hat weil bei uns in unserem Familienbetrieb war so mein Vater hat lange der Vorurschungsgeschäftsführung übernommen und wir haben es erst gemeinsam gemacht.
00:14:20: Und dann hat mein Vater halt das Schritt für Schritt sozusagen operativ aufgegeben, aber er war jeden Tag in der Firma, hat sich immer alle Projekte angeschaut.
00:14:28: Er hat bei jedem Fuss, was man gerade machten.
00:14:30: Dann war Corona und wir sind von einem Moment auf dem anderen ins Homeoffice gewechselt.
00:14:34: Wir haben drei Monate lang vom Homeoffices aus gearbeitet und er hat einfach den Zugang zum täglichen Arbeiten verloren und so müssen!
00:14:41: Also für mich war Ich sag immer, Corona war für mich ein Geschenk.
00:14:45: Und das verbindet uns auch ein bisschen, oder?
00:14:47: Absolut!
00:14:48: Also diesen Übergabeprozess habe ich eigentlich von der anderen Seite zuerst überlebt.
00:14:56: Erlebt?
00:14:57: Ja.
00:14:57: Überlebt hab' ich's auch.
00:14:58: Erfahren und gelernt...
00:15:01: also wir haben.. ich war diejenige, die eigentlich abgeben musste.
00:15:04: Und zwar an meiner Geschäftspartnerin, die Emi mit euch gemeinsam aufgebaut hat.
00:15:09: Wir kommen aus unterschiedlichen Generationen, die EMI ist wesentlich älter als ich.
00:15:13: Hat ganz andere Erfahrungen natürlich gemacht wie seine Shanghainese, die war die ... Wie zur General Manager von Henkel Kiener, also eine riesige Unternehmen hat sich dann aber abgekehrt weil sie an den Biogedanken geglaubt hat und glaubte hat ihre eigene Firma aufgebaut Und so haben wir dann halt auch gemeinsam zum Arbeiten begonnen.
00:15:34: Also wir haben lange Schwierigkeiten gehabt auf einen gemeinsamen Nenner zu finden, weil ich bin die Österreicherin jung.
00:15:43: Andere Lebenserfahrung.
00:15:44: sie ist die erfahrene Chinesin hat aber gewisse Aspekte also von Schokolade zum Beispiel oder Dingen halt nie so erlebt wie ich.
00:15:52: dort auf einem gemeinsamen nennen zu kommen Hat uns tatsächlich ein paar.
00:15:56: Es hat hat hat ein paar schwierige Zeiten haben wir durchgehen müssen Bis man irgendwann sagt okay jetzt müssen wir uns hinsetzen und darüber reden was wir wollen.
00:16:05: Das hat dann so funktioniert, dass wir drauf kommen sind und auch nah.
00:16:09: Und welche Wunder, dass man eh das Gleiche wollen!
00:16:11: Aber einfach andere Zugänge habt?
00:16:12: Genau.
00:16:13: Also damit wir es nochmal kurz fassen, weil wir haben jetzt ein bisschen im Vorbeigein sozusagen beschlossen... Was hat euch überhaupt dazu gebracht, dass du nach Shanghai gehst und dort einen Schokoladenjahr da eröffnest?
00:16:24: Das ist ja nicht der nächste Weg.
00:16:26: Ja also wer uns kennt, wir haben recht viel Schokolade.
00:16:32: Wie viele Sorten sind so klein?
00:16:35: Also mehr ist für jeden Tag im Jahr und es wären immer mehr.
00:16:40: Und wir haben uns tatsächlich so eine Art Schokoversum gebaut, also ist auch durchaus die Intention niemand außerhalb von ein paar sehr wenigen Leuten innerhalb vom Unternehmen oder der Familie kennt tatsächlich alles was wir machen und kennt dem allermeisten Hintergründe.
00:16:57: Wenn selbst unsere eigenen Leute nicht kennen dann ist natürlich noch schwieriger für Kunden.
00:17:02: das ist aber Das ist so passiert, weil wir das so wollen und weil wir halt immer mehr ins Detail gehen.
00:17:07: Jetzt haben wir eine Herausforderung!
00:17:09: Wir sind so detailreich und wir haben so viele Hintergründe und es gibt so viel zu erzählen... ...das ist für einen einzelnen Kunden einfach zuviel.
00:17:19: Unsere größte Stärke liegt aber auch genauso darin dass wir ein breites Spektrum abdecken können was Leute halt gerne möchten Und dass man immer das Gefühl hat, wenn ich da jetzt tiefer gehe gibt es auch eine Antwort.
00:17:32: Oder zumindest einen Gedanken dazu.
00:17:34: Das heißt unsere größte Schwäche, unser riesiges Sortiment und ganz vielen Geschichten haben wir in unserer größten Stärke umgewandelt und das ist das Schokotheater weil ich kann niemanden draußen einfach so zwei Stunden an den Regalketten um denen zu erklären wie wir sind und was wir wollen.
00:17:48: aber im Schokoteater kommen die Leute freiwillig.
00:17:51: Kosten die ganzen Schokoladen hören sich ein paar von unseren Stories an und gehen halt dann mit einem ganz anderen Verständnis wieder raus.
00:17:58: Und genau vor diesem Gedanken, oder wegen diesen Gedanken ist es auch zu der Shanghai entstanden.
00:18:06: wir haben ein Riesenproblem in einem neuen Markt nämlich unsere riesige Vielfalt.
00:18:10: und wie erklären wir das?
00:18:11: Wir schauen ja nicht einmal aus wie klassische Schokolade merkt man.
00:18:14: deutschen Markter verkaufen auch weniger Schokolada als in Österreich zum Beispiel.
00:18:18: also haben uns gedacht naja bauen wir mal den Schokotheater nur wohin In Europa waren es zu nahe.
00:18:26: Ich habe schon ein Jahr lang in China gelebt, als Austauschschülerin und dadurch war die Kultur jetzt nicht mehr so fremd für mich und ich mir gedacht, ok probieren wir das doch dort.
00:18:36: Hat es irgendwann Kontaktpunkte gegeben oder war das einfach so dass du gesagt hast, ich war ja eben durch das sie während der Schule schon mal ein Jahr dort gemacht haben?
00:18:44: Mir dachte sie möchte wieder hin, ich will dort leben.
00:18:47: deswegen nehmen wir Shanghai.
00:18:48: oder was war da?
00:18:49: warum Shanghai?
00:18:50: Ach ja, also ich habe in Xi'an und Peking gelebt als Austauschschülerin.
00:18:53: Mit Zhang habe ich überhaupt nichts zu tun gehabt.
00:18:57: Wir hatten damals einen Lieferanten der Österreicher oder eine Firma in China hatte, der viel von spezialisierten Verpackungsmaterial gemacht hat.
00:19:07: Porzellansachen und so Dinge die man halt realistischerweise nur in China machen lassen kann.
00:19:14: Und der wollte eigentlich einen Online-Shop aufbauen Und dann haben wir immer mehr darüber nachgedacht und der hat in Shanghai gelebt.
00:19:21: Er wollte das in Schringheim aufbauen, es hat mit ihm in der Partnerschaft für das Projekt Schokotearte nicht funktioniert.
00:19:29: aber über ihn ist auch der Kontakt zu EMI und ihrem österreichischen Geschäftspartner mit dem wir immer noch arbeiten sind ein anderer Österreicher gekommen und wir haben gesagt okay dann bauen wir's gemeinsam aus.
00:19:42: Also ursprünglich einen Online-Shop, da brauchen wir schon den realen Shop auch dass die Leute Schoko einkaufen können.
00:19:47: Und dann haben wir geschaut, finden was größeres für Verkostungen.
00:19:50: Und so ist die Vision eigentlich mitgewachsen.
00:19:54: Aber das war schon ein bisschen dein Baby?
00:19:56: Also das Entschrankheit zu machen... ...weil du die Leidenschaft oder die Liebe für China ein bisschen nicht brauchst hast
00:20:01: du da?
00:20:01: Genau!
00:20:01: Wir hätten das nie gemacht wenn ich nicht schon Erfahrungen gehabt hätte mit China.
00:20:06: Oder habe ich zumindest gedacht dass ich schon Erfahrung gehabt hab?
00:20:09: Ein Jahr China, ich kann genießen.
00:20:11: Ich weiß wie es funktioniert, oder?
00:20:12: So wie man das sagt.
00:20:12: Genau,
00:20:13: also in die Richtung wird's wieder nicht so schlimm sein.
00:20:15: Das war auch gar nicht schlimm.
00:20:16: Es ist nur anders, wenn es also wachsende rübergehst und halt ein Business aufbauen willst, wär's aus in die Schule zu gehen und die Kultur halt von einer ganz anderen Seite kennenzulernen?
00:20:24: Ja!
00:20:25: Ich finde es super spannend weil das nämlich ganz selten ist in den Nachfolgegeschichten dass jemand auch seine eigene Unternehmensgeschichte schon mal gebt hat.
00:20:34: Also du hast ja in Wirklichkeit das was deinen Vater oder deine Eltern gemacht haben aus seiner Leidenschaft heraus Unternehmen aufzubauen so gründen ihr eigenes Bebe zu schaffen neben den Kindern, die sie da noch gehabt haben.
00:20:44: Aber nur ein Baby zu haben hast du dann selber auch erleben dürfen indem du ja Gründerin warst in Shanghai und das aufgebaut hast und du wirklich also diese ganzen Kinderkrankheiten miterlebt hast, diese ganzen Bewegungen und die halt der Unternehmen bis es einmal halbwegs in Status erreicht.
00:21:03: Dann hast du aber, da sind wir eigentlich gestartet bei der Geschichte.
00:21:07: Bei Mikromanagement und beim Loslassenformen weil du ja dann gesagt hast ob am Punkt okay jetzt passt.
00:21:12: so war wieder und du möchtest eigentlich schon wieder nach Österreich zurück?
00:21:15: War das von Anfang an ein Plan?
00:21:16: oder wie waren das gedacht, wie du dahin gehangen bist?
00:21:19: Ich hätte mir gedacht ich bin zwei Jahre in Kino, dann bauen wir das schnell auf,
00:21:22: also schnell.
00:21:25: Und dann suchen wir uns lokal jemanden, der das leiten kann.
00:21:30: Das hat die EMI gemacht Aber das war von Anfang an nicht so geplant, dass sie tatsächlich im operativen Business bleibt.
00:21:37: Aber sie hat sich genauso darin verliebt, weil sie es ja genauso aufgebaut hat mit mir zusammen.
00:21:42: Also waren ja Co-Gründerinnen und ich habe vorhin erwähnt, dass wir halt doch ein paar Krisen durchgehen mussten um uns zusammen zu raufen Und ab dahin...ab da war das Vertrauen da.
00:21:56: Es gibt jemand in Shanghai der das leiten kann aus eigenem Antrieb genauso lieb wie ich.
00:22:02: Und jetzt ist der Punkt gekommen, wo ich heimgehen kann und auch heim gehen soll.
00:22:07: Ich war fünf Jahre dort, das war viel länger.
00:22:09: Ich habe die Zeit sehr genossen, die Zeit ist wahnsinnig schnell vergangen.
00:22:13: Shanghai ist eine krasse Stadt wirklich.
00:22:16: Liebe es jedes Mal wenn ich zurückkomme!
00:22:18: Dann habe ich angefangen nach Österreich zu kommen und eher so zwei Wochen am Stück in Shanghai zu verbringen.
00:22:26: Und das habe ich so viermal im Jahr gemacht, also ich hab schon vor Corona angefangen wieder nach Österreich zurückzukommen.
00:22:31: Auch mein Bruder hat mich gesagt, es wird jetzt langsamer Zeit, wir müssen jetzt schauen wie wir da weiterkommen und eher allein im Familienunternehmen, das funktioniert so nicht.
00:22:40: Also weil wir einfach unterschiedliche Bereiche abdecken.
00:22:44: Allein im Familien-Unternehmern war halt
00:22:46: aus der nächsten Generation.
00:22:47: Wenn man so in die Zukunft schaut, wer übernehmt euch einen Bereich wo er einfach was fehlt?
00:22:51: Genau.
00:22:52: Und es war ja immer geplant, dass ich heimkomme.
00:22:55: Sondern dann habe ich angefangen hin und her zu reisen.
00:22:58: Habe aber die Mikromanagement-Sache noch nicht abgeschlossen gehabt... ...und so sind sich halt, haben sich immer Dinge aufgebaut,... ..."Ahja das richten wir dann wenn ich wieder da
00:23:06: bin.".
00:23:07: Oder darüber reden wir mal wenn ich auch wieder da wäre oder darum kümmern wir uns dann.
00:23:10: Und so bin ich.
00:23:10: jedes Mal, wenn ich nach Shanghai zurückgekommen bin, hab' ich für ein immer Riesenberger in Aufgaben gestanden,... ...die ich dann abgearbeitet habe zum Großteil und dann wieder zurück nach Österreich und sowas immerhin und her.
00:23:21: Und es war sehr schwer, das zu fassen oder abzudrehen.
00:23:25: Ich wollte es abdrehen aber es war so schwierig.
00:23:28: Weil's halt so viel leichter ist zu sagen hey ich kümmere mich selbst drum obwohl du selber zum Battleneck gehörst.
00:23:33: und erst Corona da habe ich meinen nächsten Flug nach Shanghai aber schon wieder gebucht gehabt hat geheißen den Flug gestrichen.
00:23:41: ich komme nicht drüber.
00:23:42: und dann hab
00:23:43: ich gedacht ja
00:23:43: was?
00:23:43: Das sind jetzt ein paar Monate whatever wird nicht so schlimm sein dass es drei Jahre sind.
00:23:49: dann das war eine Überraschung Und das waren aber in der Hinsicht gute drei Jahre, weil wir mussten dann umdenken.
00:23:57: Konnte nicht mal alles richten und die Kollegen haben selber Lösungen finden müssen und es hat super funktioniert.
00:24:03: Also ich sehe das heute mit einem Lachhänden und einem Weinenden-Auge.
00:24:07: Ich bin wahnsinnig stolz auf sie und sie brauchen mir nur noch einmal ein Ja!
00:24:11: Wir haben sowieso die Technologie miteinander zu kommunizieren.
00:24:14: und naja ein weinendes Auge, weil sie mich doch nicht so sehr brauchen wie... Man manchmal denkt.
00:24:19: Und wie schön ist das?
00:24:20: Weil du hast eigentlich diese Erfahrung selber gemacht, die ganz viele jetzt nur... Also oft gar nicht nachvollziehen können weil sie auf der anderen Seite stehen, wie schwer dieses Loslassen ist wenn man da selber was aufbaut hat und sich so einigfuchst hat in Details und dann machen das Leute plötzlich anders oder haben andere Gedanken dazu und du solltest nebenstehen und zuschauen, wie das anders gemacht wird.
00:24:39: Ja!
00:24:39: Es geht halt so leicht von der Hand, wenn es eh die Antwort deiner Meinung auch weißt.
00:24:43: Es gibt ja mehrere Antworten auf die gleiche Frage.
00:24:45: Das muss ich halt auch noch bewusst sein.
00:24:48: Aber das mal selber zu erleben, diese Erfahrung zu machen wie herausfordernd es eigentlich ist.
00:24:53: Das würde ich mir oft wünschen in den Nachfolgeprozessen dass die Nachfolgerinnen diese Erfahrungen wirklich auch machen können.
00:24:59: Also das fühlt sich ja... das tut ja.
00:25:00: was mit dem System im Körper wenn du da jetzt plötzlich immer weniger gebraucht wirst und das was du entwickelt hast an anderen was anderes wird ein bisschen schon wie mit Kindern
00:25:12: Ja.
00:25:12: ... die
00:25:13: dann plötzlich erwachsen werden und ihren eigenen Weg gehen, und es ist furchtig.
00:25:17: Du gefreist dich weil das funktioniert und weil das was Neues annimmt?
00:25:22: Aber es geht halt der Teil von dir oder?
00:25:23: Ja!
00:25:24: Es ist halt... aber es passiert und es kann so schön sein.
00:25:32: Aber ja wie du sagst, dass ist ganz gut die eigene Erfahrung nochmal zu machen.
00:25:37: Wie geht's dein Papa mit loslassen?
00:25:40: Ganz gut also ich meine Manchmal nimmt es sich mehr vor, manchmal weniger.
00:25:44: Aber ich kenne eben jetzt die andere Seite auch.
00:25:47: Das ist nicht so leicht und das ist ja wunderschön.
00:25:49: Und ich finde es toll dass er einfach diese Leidenschaft hat, dass er sagt hey warum soll jetzt irgendwas mit was aufhören?
00:25:56: Dass er eigentlich so sehr liebt.
00:25:58: Nur wegen einem Alter nur weil er jetzt Geburtstag gehabt hat, daß er jetzt nicht mehr darf.
00:26:05: Und das passt eigentlich auch.
00:26:06: Eben weil dieses Verständnis da ist für die andere Seite.
00:26:10: Deswegen haben wir auch diesen Übergang, dass ich jetzt einfach anfangen gewisse Sachen immer mehr zu machen und er macht gewisse Sache vor allem die der vorher nicht gern gemacht hat, macht er jetzt weniger und macht aber dann die Dinge wo er sich total reinfuchsen kann was er liebt bin eh froh weil dann muss ich mich nicht drum kümmern denn wir haben sehr viele verschiedene Dinge im Unternehmen.
00:26:34: das ist gut wenn sich jemand auch um so etwas kümmern kann.
00:26:38: Also wie ich das jetzt verstanden habe, du bist ja schon länger mit in der Firma in unterschiedlichen Bereichen.
00:26:44: Michael ist in verschiedenen Bereichen unterwegs.
00:26:46: Wann habt ihr die Entscheidung getroffen?
00:26:47: Hier jetzt im März machen wir das offiziellen und geben dieses Zeichen nach außen.
00:26:52: Papas Geburtstag, einundzwanzigster Februar.
00:26:55: Da ist er auf unsechzig geworden.
00:26:57: Dieses Jahr?
00:26:59: So kurzfristig war das das!
00:27:00: Na ja, nein, die entscheidende Entscheidung haben wir schon früher getroffen.
00:27:04: Dass er halt offiziell das Pensionsalter erreichen wird und dass wir das dann da machen.
00:27:08: Ich weiß noch immer drüber geredet.
00:27:10: Drei Jahre ist es soweit?
00:27:11: Zwei Jahren ist es so weit man... Es ist schon wichtig, dass man sich das immer wieder in Erinnerung ruft sowas wie ein zwanzigmal nur schlafen bis Weihnachten oder so.
00:27:21: Das hat schon viel geholfen und irgendwann kommt der Tag X für uns alle viel schneller als wir gedacht hätten.
00:27:28: aber dann passiert's einfach Und meine Eltern sind dann eine Woche eigentlich sogar weggefahren.
00:27:34: War das an deinem, was du jetzt eigentlich zu erzählen anfangen wolltest am Geburtstag von deinem Vater im einundzwanzigsten Februar?
00:27:39: Ja genau, da sind es dann weggefahrene
00:27:41: Wochen
00:27:42: und eigentlich der erste März war, da waren's gar nicht da.
00:27:46: also dieser Übergang sozusagen und sie machen jetzt viel mehr Dinge nebenher.
00:27:51: Also meine Mutter ist ja noch nicht offiziell in Pension.
00:27:53: aber sagen wir mal so Eine Pension für den Vater ist erst dann denkbar, wenn die Mama auch eine Pension geht.
00:28:00: Also im Sinne von wir reisen jetzt oder gehen da wirklich ...
00:28:05: Ich
00:28:05: haue genau!
00:28:06: Und das
00:28:06: hält doch nicht aus, wenn ich Mama arbeite und ja nicht gehe.
00:28:10: Dein Mama ist ja, glaubt du hast das eh vorher schon mal kurz angesprochen.
00:28:13: Es gibt halt auch immer diese Rollenverteilung der Anne geht eher noch vorn so wie es bei dir und deinem Bruder ist.
00:28:17: Er hat gesagt er will eigentlich nicht unbedingt nach vorne des Unternehmens sein sondern erhaltet den Rücken frei.
00:28:24: Wie ich's wahrnehme ist in deiner Elterngeneration genau umgekehrt weil die haben wir auch gemeinsam gegründert.
00:28:29: Die haben auch die erste Konditorei gemeinsam aufgebaut.
00:28:32: Dein Mama sieht man kaum.
00:28:33: ein Papa sieht man überall.
00:28:35: also der ist so allgängig fertig.
00:28:37: Das ist zwischen den beiden genauso.
00:28:39: Also ... Die Mama kann es ja wohl auch in der Öffentlichkeit Dinge tun, aber sie genießt's nicht.
00:28:47: Sie isst jemanden, die lieber im Hintergrund sehr viel organisiert.
00:28:54: Unsere Unternehmen natürlich sieht man immer den Papa oder hat mir immer meinen Vater gesehen.
00:28:59: Fünfzig Prozent davon war war immer meine Mutter also die ganze Organisation unsere Vertriebsstruktur.
00:29:09: Also Papa hatte immer die Ideen gehabt und die machen das Geld sozusagen.
00:29:12: Und das war immer eine gute Verteilung der Macht, weil sich so beide auch ein bisschen rechenschaftschuldig sind oder halt Erklärungen oder den anderen ein bisschen... Man kommt zu einem Gedankenprozess durch.
00:29:29: also man kann nicht einfach machen was man will ohne dass man nicht irgendwo eine Challenge bekommt sozusagen.
00:29:38: in eine Richtung bewegt.
00:29:39: Man stellt sich wahrscheinlich gegenseitig immer ein bisschen infrage oder hinterfragt, ob das was der andere macht da jetzt gerade sinnvoll ist?
00:29:46: Oder nicht?
00:29:48: Bei uns war es... Da kann man ganz viele Situationen erinnern, weil Mama war ja auch im Unternehmen und Papa immer vorhin.
00:29:53: Mama hat die ganze Administrative, die Bürokratie, die Verrechnung usw.
00:29:57: gemacht.
00:29:58: Und meine Mama die auf Sicherheit gepolt ist und lieber schaut, dass du nicht zu fühlst oder du dort nicht zu füllen.
00:30:10: Und der Papa, das kann man auch noch machen und haben wir noch nie gemacht, warum soll man nicht?
00:30:15: Das hat bei uns schon so herausfordernden Situationen manchmal geführt worden.
00:30:19: Da ist es nicht nur eher genau, da ist ein Frage stellen sondern schon richtig herausfordern Im Sinne von Samkleschen.
00:30:30: Also das kennst du
00:30:31: auch?
00:30:31: Das gibt es bei uns auch, also ich glaube wir haben eine recht gute Streitkultur.
00:30:36: Also dass wir ohne Streiten auskommen ist nicht so.
00:30:40: aber es gelingt uns allermeistens das auf einer guten Diskussions-Ebene zu machen und halt abzuwiegen.
00:30:47: Es ist schon so irgendjemand muss am Ende der letzte Entscheidung treffen.
00:30:50: Und das ist halt diejenige in meinem Fall, die die Geschäftsführung hat.
00:30:55: Aber aufgesehen davon sind Entscheidungen bei uns immer auch zuviert diskutiert worden.
00:31:02: Und wenn irgendwo jemand gesagt hat, das ist mir absolut wichtig dass das nicht passiert oder dass das passiert dann ist es auch respektiert worden.
00:31:11: also es ist jetzt nicht so gewesen, dass nur eine Person alle Entscheidungen trifft sondern es war immer auch eine Diskussion.
00:31:18: Habt ihr das früher schon so gelebt?
00:31:22: Es war ja, ich hab's ja nicht nur Süßerzeiten gehabt, wo es Konditorei war.
00:31:26: Sondern im Gegenteil, das hat er zwischendurch auch einmal Konkurs gegeben.
00:31:31: Es hat einmal eine Verkleinerung gegeben und dann eigentlich wieder ein Neustart,
00:31:34: wo
00:31:35: du und dein Bruder ja noch sehr jung waren.
00:31:37: Du hast vorhin schon gesagt, dass so Familienunternehmen ... Ich sag immer, das Familienunternehmer sitzt halt mit am Tisch.
00:31:42: Das ist wie ein zusätzliches Familienmitglied.
00:31:44: Das geht halt nicht weg oder auf Bedürfnisse.
00:31:46: Es ist laut, es braucht einen Platz.
00:31:50: Wie kannst du dir erinnern wie das war damals?
00:31:53: Wie hat sich das angefühlt?
00:31:56: Ist das wirklich so ein Unternehmen sozusagen als Teil der Familie?
00:31:59: oder ist das was gewesen, was immer Freude gemacht hat?
00:32:02: Wie habt ihr geredet?
00:32:04: Wie war der Ablauf
00:32:05: für euch?
00:32:05: Also wir haben die Höhen und Hiefen schon auch sehr mitbekommen unter anderem wenn Michi und ich waren damals wirklich sehr jung.
00:32:13: aber man merkt dann auch sich selbst okay man schraubt seine eigenen Erwartungen.
00:32:18: Man hält sich da ein bisschen in Grenzen, also wir waren eher nicht die Kinder, die jetzt unbedingt das noch haben wollten oder jenes weil wir wussten, dass es schwierig genug ist.
00:32:27: Aber das heißt, das ist schon sehr klar kommuniziert worden?
00:32:29: Weil das braucht es ja dann in dem Fall auch.
00:32:30: Also es ist jetzt eng bei uns und es geht sich nie mal aus.
00:32:33: Genau Ja, also das sind schon... Wir müssen halt jetzt in der Hinsicht mehr arbeiten oder Datsamen halten oder wir können dort nicht hinfahren, weil am Sonntag müssen wir das jetzt noch fertig machen usw.
00:32:45: Wir waren halt auch ein kleines Unternehmen, also das werden viele eh kennen.
00:32:49: Da musste halt gewisse Sachen machen und zurückstecken.
00:32:52: Die Seiten haben wir genauso mitbekommen.
00:32:54: aber es ist uns... Es hat den Familienzusammenhalten nicht zerstört Und insofern war uns das immer etwas, dass so im Bereich von Das ist unsere Verantwortung oder unsere Aufgabe Dass das so funktioniert Und die ist sehr wichtig.
00:33:12: Also das ist nie als seltenst als Opfer.
00:33:17: Ich bin so ahn, dass ich das jetzt machen muss, sondern es ist die Verantwortung, die gehört jetzt einfach gemacht.
00:33:22: Das war mehr oder weniger selbstverständlich und insofern sind wir da als Familie durchgegangen auch wenn natürlich unsere Eltern versucht haben uns vor dem blödesen Situationen zu schirmen.
00:33:36: aber wir haben es einem gewissen Grad mitbekommen weil waren halt ein kleines Unternehmen.
00:33:42: trotzdem haben sie auch die schönen Momente geteilt, also wenn irgendwas funktioniert hat oder wenn es heute wieder mal ein cooler Tag war.
00:33:52: Wenn gewisse Entscheidungen durchgegangen sind eben mit unserem Konkurs das dann wieder atmen kannst, dass du sagst okay und da habe ich jetzt eine Richtung wo ich das machen kann.
00:34:01: Und in diese Zeit ist ja unsere Handgeschäft der Schokolade gefallen, die sich dann langsam aufgebaut hat.
00:34:07: Das war dann wieder so einen Lichtstreifen am Horizont-TV-Hunder was das wächst Das funktioniert, das ist neu.
00:34:14: Darüber wollen wir reden.
00:34:16: Da können wir daran zusammenarbeiten.
00:34:19: Michi und ich haben ja auch oft nach der Schule mitgeholfen und verpackt oder in einer Produktion einen Kübeskern auf die Schoko drauf gelegt oder so.
00:34:28: Kinder, aber dürfen Sie jetzt gar nicht mehr machen?
00:34:30: Ich halte
00:34:30: es nach der Fertschätzartifizierung.
00:34:33: Aber das war schön für uns!
00:34:36: Jetzt du wirst halt mit dem Ganzen aufgerissen...
00:34:39: Also ich finde, das sind ja schöne Geschichten wo du miterleben kannst, was das Unternehmen ausmacht auf eine sehr spielerische Art und Weise.
00:34:47: Ja und man nimmt halt auch Verantwortung.
00:34:49: also wenn meine Eltern nicht da waren und ich war jetzt im Unternehmen auch wenn ich noch nicht sechzehn war habe ich trotzdem bin ich ans Telefon gegangen hab mit den Leuten also mit dem Kunden im Shop geredet hab gewisse Entscheidungen
00:35:04: auch
00:35:05: mittragen können weil halt auch unsere Kollegen und Kolleginnen damals wussten, okay ich weiß ja auch in welche Richtung da die Entscheidungen laufen würden.
00:35:15: Und unsere Eltern haben uns immer dann Rücken gedeckt wenn wir jetzt irgendwie...wenn sie nicht da waren und wir haben gesagt ja ok machen das halt so.
00:35:22: Dass es dann heißt nach Ja was lasst euch von den Kindern irgendwie eine Entscheidung geben?
00:35:27: Das ist dann einfach so.
00:35:29: dieses Vertrauen war schon immer da und dadurch hat man natürlich auch einen Wind der Rücken davon gestärkt wird.
00:35:36: Dann ... geht man mit einem ganz anderen Selbstvertrauen auf zu.
00:35:41: Dann ist man sich der Verantwortung natürlich bewusst, aber es heißt auch... ... dass man keine Angst vor Entscheidungen entwickelt.
00:35:50: und das ist glaube ich schon etwas, was unsere Eltern uns beiden mitgegeben haben eben dieses nach vorne gehen Hauptsache eine Entscheidung treffen.
00:35:58: Keine Entscheidung ist immer ein Problem!
00:36:00: Und so sind wir auch schon ... im Teenager-Alter sozusagen, dann herangefischt worden.
00:36:04: Für uns war der richtige... die richtige Entscheidung.
00:36:08: So rede ich jetzt mal für uns beiden als wir die Bio und Fair Umstellung gemacht haben.
00:36:13: Sieh mal halt von einem Handwerksbetrieb, der ein cooles Handwerk gehabt hat.
00:36:17: Alle unsere Freunde haben uns geliebt, da wir Schokolade hatten zu einem Unternehmen geworden das halt lokal ist aber globale Wurzeln hat.
00:36:27: Das wirklich denn das Gefühl hattest ja auch Wenn wir was gut machen, dann hat das Auswirkungen auf einem ganz anderen Kontinent.
00:36:35: Weil wir halt Merker kaufen und einer Fertigit-Koperative kaufen können.
00:36:39: oder wenn man ganz anders aufgenommen wird, wenn man mit Leuten auf Augenhöhe kommunizieren kann oder eben biologischer Landbau, eben Nachhaltigkeit, Ökologie, Umweltschutz.
00:36:50: Das sind halt alles so Dinge wo man ab einem gewissen Alter glaube ich aufwacht und sich mehr damit beschäftigt.
00:36:59: Und als sich unsere Unternehmen in die Richtung entwickelt hat, waren wir nicht nur ein Handwerksbetrieb sondern einfach eben... ...ein ganzheitliches Unternehmen.
00:37:09: In dem man sich so entfalten kann.
00:37:11: Dann war keine Frage mehr.
00:37:13: Ich glaube,
00:37:13: ihr erinnert mich jetzt richtig in unserem Vorgespräch.
00:37:15: Also wie wir das erste Mal geredet haben, hast du mal erzählt?
00:37:18: Es hat so einen Punkt gegeben wo eure Eltern euch zwar gefragt haben ob sie euch das überhaupt vorstellen können weil unter dieser Bedingung sozusagen gehen wir jetzt diesen nächsten Schritt weil sonst macht man es niemandem.
00:37:28: Aber wäre das richtig im Kopf?
00:37:29: oder magst du noch einmal erzählen wie das genau war?
00:37:32: Das war sehr schon lange her wird wahrscheinlich sowas umzuerlassen als wir uns überlegt haben, den nächsten Schritt in unsere Produktion zu gehen.
00:37:44: Wir waren damals ein Chocolatier-Unternehmen
00:37:48: d.h.,
00:37:48: wir haben Schokolade weiterverarbeitet und wollten unbedingt ein Bintubaunternehmen werden was damals super selten war jetzt auch noch aber halt damals war man sowieso um Kakaobohnen weiter zu verarbeiten bis zur fertigen Schokolade und den ganzen Prozess in den Haus zu haben.
00:38:07: Das war eine riesige Investition, weil damals hat es die Technologie in unserem Miniformat eigentlich nicht gegeben.
00:38:14: Heutzutage ist das was anderes – ist auch gut so!
00:38:18: Und damals war das ein Riesenschritt der halt dieses junge Unternehmen entweder auf das nächste Level heben hat können oder Wir haben das in den Umstellungen im Jahr war, wir haben es in der Wirtschaftskrise gemacht.
00:38:31: Das kann auch ein falscher Schritt sein, vor allem wenn man sich so weit aus dem Fenster lehnt.
00:38:36: und da haben unsere Eltern uns gefragt soll man das machen?
00:38:40: Könnt ihr euch vorstellen das Unternehmen weiterzuführen?
00:38:43: weil die Auswirkungen von der Entscheidung betreffen uns zwar für die nächsten zwanzig Jahre ja aber die Auswirkungen gehen ja noch viel weiter.
00:38:53: Und diesen potentiellen Stress und die Überlebensangst und alles Mögliche für die nächsten zwanzig Jahre uns anzutun, oder auch das unsere Eltern sich das antun.
00:39:02: Machen sie nur wenn sie auch wissen hey es geht dann nachher weiter.
00:39:06: was wir brauchen Für die nächsten Zwanzig jahre braucht man sich das nicht antun.
00:39:10: Dann sagt er hätte mir jetzt auch ein bequemes Leben das passt schon.
00:39:13: Sie hätten es wahrscheinlich trotzdem gemacht weil sie es unbedingt wollten.
00:39:16: ja aber Die Grunddiskussion war Gehen wir das ein Schritt, weil wir müssen langfristig denken und dieser Schritt bringt uns in die nächsten Dikaten.
00:39:26: Aber da warst du dreizehn vierzehn?
00:39:28: Ja
00:39:28: genau!
00:39:28: In dem Bereich...
00:39:31: Es war dann kein Unterschreibendenvertrag.
00:39:32: Ist klar
00:39:33: aber es macht ja natürlich was mit am Aus, weil du sagst ja du bist also schokolade ist dein Leben, du bist eigentlich in dem Unternehmen aufgewachsen.
00:39:41: Es fühlt sich ein bisschen so an wie wenn das für dich sowieso immer ganz klar war dass es in diese Richtung geht, aber dann kommt trotzdem Eine andere Schicht drauf, also eine andere Leer.
00:39:53: Und sehr früh eigentlich angesprochen.
00:39:55: Siehst du das jetzt im Nachhinein als was Gutes?
00:39:58: Was mein ich mitnehmen kann und was dich unterstützt hat?
00:40:01: oder war es schon herausfordernd für dich sich diese Überlegung zu stellen?
00:40:06: Ich finde's
00:40:07: gut weil... Es hat mir schon sehr... Ich meine unsere Eltern haben uns auch nicht Druck gemacht.
00:40:13: Wenn ihr irgendwas nicht wollt, wenn ihr etwas anderes machen wolltest ist okay.
00:40:17: Wir machen dieses Unternehmen, weil es uns Spaß macht und weil es unglücklich macht.
00:40:23: Und wenn euch was anderes glücklich macht dann ist das vollkommen in Ordnung.
00:40:28: Das war eine wichtige Ausgangsposition.
00:40:30: Obwohl wir gesagt haben ja, wir möchten weitermachen, war da nicht.
00:40:33: hey vor fünf Jahren hast du gesagt, du willst und deswegen habe ich das um das gemacht Und andererseits hat es damals mit dieser aktiven Entscheidung auch wieder was ausgelöst, dass man sich noch mehr dafür verantwortlich fühlt.
00:40:46: Jetzt auch im positiven Sinn und das man sich natürlich ein bisschen mehr einbringen will.
00:40:52: Wenn man sagt na ich will eigentlich nicht dann fängt mir irgendwann an sich abzukoppeln.
00:40:56: Dann sind andere Dinge interessant dann muss man auch andere Dinge erleben wenn man muss herausfinden was man dann will.
00:41:01: Was
00:41:02: ist sonst der?
00:41:04: Und da vor wollte ja auch Astronautin werden.
00:41:08: Mit dem Zeitpunkt war das dann...
00:41:10: Ja, ich sehe fast das Gleiche.
00:41:11: Ja, genau!
00:41:12: Und mit diesem Zeitpunkt da war dann so ja okay eigentlich möchte ich das weitermachen und es hat mir schon auch eine Richtung gegeben.
00:41:19: Ich habe nie die Freiheit oder den Fluch gehabt in meiner späteren Teenager-Tum oder auch Schule oder Uni dass ich nicht gewusst hab was ich will.
00:41:32: und einerseits habe ich mir oft gedacht bei meinen Freunden Es ist schon schön, wenn die ganze Welt offen ist.
00:41:41: Aber es kann noch ein Fluch sein.
00:41:42: Es ist halt etwas, das auch nicht leicht ist, weil wenn ich mich erst einmal orientieren muss... ...das ist schon eine große Aufgabe und das muss ja jeder von uns
00:41:50: meistern.".
00:41:51: Ja!
00:41:51: Ich finde das ja eigentlich der Schöne in der Nachfolge des was oft als Flucht dargestellt wird sozusagen du hast jetzt diesen vorgegebenen Weg, ihr habt teilweise auch so empfunden, ich bin da in was reingedrängt oder hab mich in was rein drängen lassen, was vielleicht gar nicht mein eigenes ist, vielleicht jetzt was eigenes sein sollen.
00:42:05: aber du hast zumindest einen klaren Weg an dem du dir so ein bisschen orientieren kannst.
00:42:10: Fast wie wenn man zweites Geschwister ist, kann man sich schon am ersten orientieren, das oft auch leichter und da ist halt... es steht nicht alles offen sondern also es steht trotzdem alles offen.
00:42:19: aber du hast halt diesen einen Weg den der schon einmal gezeigt worden ist, so gegangen ist.
00:42:24: Und grad so wie's bei euch ist finde ich auch eine schöne Geschichte zu erzählen und wichtig.
00:42:29: Man kann sich innerhalb von so einem Unternehmen seinen Platz suchen oder seinen Aufgabenbereich gestalten, sodass er dann trotzdem zu dem passt was halt mein Interesse ist.
00:42:39: Also wie du sagst die Entwicklung der Schokoladen und der Kontakt nach außen das Weltoffene wichtig.
00:42:47: Und dein Bruder hat sich eher auf die IT, auf die Entwicklung, auf seinem Bereich spezialisiert kann es aber da großartig mit einbringen.
00:42:55: also diese Möglichkeiten zu sehen In einem Familienunternehmen, dass das ja nicht nur immer die eine Rolle, die man vielleicht vorgeklebt kriegt hat sein muss.
00:43:03: Sondern man kann sie an anderen Platz suchen oder seinen Platz suchen und von dem aus gestalten.
00:43:07: Genau, ja!
00:43:08: Und dort wo eine Lücke entsteht... Dort kann man sich entweder jemanden aufbauen.
00:43:16: in unserem Fall ist es so, dass auch unsere Kusine sehr stark involviert ist und die ist auch schon ewig lang bei uns.
00:43:23: Und dies zum Beispiel ist über unser Qualitätsmanagement gekommen.
00:43:27: Also wir haben auch jemanden in der Familie, der einen... ich weiß nicht ob sie Spaß daran hat.
00:43:32: Aber alle möglichen Compliance-Sachen, Bürokratie, Gesetzestext alles Mögliche bis ins kleinste Detail zu lesen und zu verstehen oder rauszukristallisieren und das ist etwas das mögen mein Bruder und ich beide nicht so gern aber sie zum Beispiel hat eben dieses Talentsdinge auch in Muster zu lenken.
00:43:59: Und das funktioniert super!
00:44:00: Also sie ist nicht auf der gleichen Geschäftsführungs-Ebene, wie man wurde und ich aber als Familienmitglied.
00:44:06: trotzdem ist da natürlich sehr viel
00:44:09: austauschbar... ...und auf Verbundenheit und ein gewisser anderer Art von Loyalität.
00:44:12: Wobei das nehmen
00:44:13: wir,
00:44:14: ich glaube diese Riesenvorteile auch von Unternehmen die so aufgestellt sind wie ihr hier eher am Land also wo du ein bisschen sollen Alleinstellungsbetrieb bist und dann eigentlich als Arbeitgeber ja nicht nur irgendeiner Unternehmern bist.
00:44:27: Und die kennt nächste Woche zwei Straßen weiter beim Andersanfang an, sondern da entwickelt sich einfach ganz eine andere Loyalität wie immer mit den Mitarbeiterinnen.
00:44:35: oder nimmst du das auch so?
00:44:36: Definitiv!
00:44:37: Also ich übernehme kein Unternehmen was frisch anfängt.
00:44:41: bei uns sind von zwei hundertunddreißig Mitarbeitern einhundert länger als zehn Jahre im Unternehmen.
00:44:46: also es ist auch eine schöne Basis und man kennt sicher sehr viele von unseren Leuten eh schon zicke Biederhase rennt.
00:44:55: Und das ist ein guter Rückhalt, aber es natürlich auch hier Wiedervluch und Segen.
00:45:01: einerseits muss man sich nicht die ganze Zeit Gedanken machen, hier ist es woanders das Grasköne.
00:45:07: andererseits ist natürlich ein Wechseln nicht zu
00:45:09: einfach.
00:45:09: Auf jeden Fall.
00:45:12: Deine Schwester haben wir ganz kurz vorher schon angesprochen, die Valarie hat ihr in Platschuk gefunden?
00:45:17: Habt ihr schon was geplant für sie?
00:45:20: Wir versuchen bewusst nichts zu planen.
00:45:24: Sie ist achtzehn Jahre jünger, also sie ist wie du vorher gesagt hast mit anderen Eltern und einem anderen Unternehmen aufgewachsen.
00:45:32: Als da Michi und ich mit aufgewachsen sind, waren wir tatsächlich mal unsere Tätigkeiten oder Dinge wenn wir ein Fakt haben oder sonst irgendwas gemacht haben, das hat tatsächlich einen Unterschied gemacht.
00:45:44: aber bei zwei Hundert plus Mitarbeitern damals halt hundertsechzig Plus-Mitarbeitern, macht das Ganze schon einen riesen Unterschied.
00:45:52: Das heißt die Walle ist ganz anders aufgewachsen als wir.
00:45:55: Sie hat auch einen anderen schulischen Weg eingeschlagen.
00:45:58: sie war eine Hotelfachschule und es war auch ein Internat.
00:46:01: insofern hat sie überall mitgeholfen aber es war halt ein bisschen mehr entkoppelt.
00:46:08: also es zum Beispiel bei Michi mir war was aber der Notwendigkeit geschuldet war.
00:46:14: Sie hatte aber ein großes Talent für
00:46:17: zahlen,
00:46:19: würde ich sagen ist eine Mischung zwischen Michi und mir in Richtung Ordnungsliebe.
00:46:24: Und sie ist halt mit dem Gastro-Hintergrund aufgewachsen sozusagen.
00:46:29: Geht jetzt nach Wien auf die Uni.
00:46:30: Sie hat gesagt, sie möchte mal schauen wie er das taugt aber da ist alles offen.
00:46:36: also sie hat jetzt im Sommer macht sie eigentlich den ganzen Sommer unseren Hofgrill unten.
00:46:42: Also dass sie einfach als Teil von Team-Mitarbeit erzählt, aber genauso in anderen Abteilungen mitgemacht.
00:46:49: Es wird sich zeigen, welchen Weg oder welche Position sie gerne hätte und wo es sich reinentwickelt.
00:46:56: also da haben wir nie auch zwischen uns als Geschwistern oder auch zwischen unseren Geschwisters und den Eltern einen Wettbewerbsgedanken gehabt dass wir uns jetzt irgendwie gegenseitig was beweisen müssen oder ja nix keine Lücke lassen damit man sich keine Blöße oder Schwäche gibt.
00:47:16: Insofern haben wir auch kein Problem, wenn die Walde z.B.
00:47:20: sagt, das wird mich interessieren?
00:47:21: Oder kann ich das machen oder irgendwo reinwachsen will?
00:47:25: Ich glaube es ist eine Riesenqualität, die ihr als Familie und als Persönlichkeiten habt.
00:47:30: Nimm ihr zumindest von außen so wahr, dass ihr sehr gut mit euren Egos umgehen könnt!
00:47:37: Das ist total witzig, weil wenn man deinen Vater nur so von den Außenwahrnehmungen wahrnimmt.
00:47:44: Er hat seine eigene Art sehr besonderer... Ich finde das etwas Großartiges und was er auszeichnet.
00:47:51: Aber er ist sehr besonders, sehr nach vorne.
00:47:53: Also ein bisschen exzentrisch und da hat man dann oft das Gefühl dass es muss jemand sein der sehr egocentrisch ist ja auch sich bezogen.
00:48:02: aber wenn man dann näher rein hört und so zuhört Ist das genau die große Eigenschaft, dass er sein Ego sehr gut im Griff hat und es auch gut zurückstellen kann?
00:48:13: Und immer den Blick aufs Grund herum leitet.
00:48:17: Bei dir nehme ich das ja also bei deinen Führungstil.
00:48:21: Im Sinne von okay, ich stelle mein eigenes Ego, kann ich gut zurück stellen!
00:48:26: Das ist unglaublicher Qualität, die man da im Hause wahrnimmt.
00:48:29: Ich hoffe nicht, funktioniert das aus?
00:48:32: Der Papa ist ein Verrückter... Sicher.
00:48:37: Wir sind halt alles schon sehr gewohnt, ich finde es nicht viel anders als er.
00:48:44: Er war sein Leben lang oder fast sein Leben immer im Chefs Hessen und da entwickelt man natürlich auch einen gewissen... Irgendjemand muss die Entscheidung treffen, irgendjemand muß die Richtung vorgeben Auch eine andere Persönlichkeitszüge oder Gewohnheiten Und er ist es wahnsinnig gewohnd nach außen oder bei uns innerhalb von Team Entscheidungen zu treffen.
00:49:06: Ich bin anders aufgewachsen, natürlich.
00:49:08: Weil ich war meistens Teil von den Teams.
00:49:11: Das heißt bei uns war immer eine andere Kommunikation auch.
00:49:14: Ich bin auch mit allen Kollegen und Kolleginnen in Pertu.
00:49:17: Einige von denen kennen mich eh seit ich ein kleines Kind bin also... ...ich bin so aufgewachsen dass für mich das Team immer das Maßgebliche war Auch wenn man die Entscheidung treffen muss oder wenn es fühlen muss.
00:49:31: aber Es sind immer diverse Leute da drinnen und die Meinungen haben durchaus auch viel Gewicht oder halt viel Werte für meine Eltern, die es halt von klein auf aufgebaut haben das Unternehmen.
00:49:48: Die waren immer oben im Chefsessel sozusagen.
00:49:51: Das macht schon was mit einem glaube ich.
00:49:52: also.
00:49:54: deswegen unterscheiden sich unsere Führungsziele auch ein bisschen weil natürlich der Papa hat die Ideen vorgeben müssen Und er hat auch die Richtung vorgegeben und der ist immer jemand, der gerne von vorne führt.
00:50:07: Und das ist auch eine sehr wichtige Eigenschaft weil das Schlimmste oder das Schwierigste in der Führung sind ja die letzten zehn Prozent und dass noch durchdrücken.
00:50:17: In der Hinsicht unterscheiden wir uns also, dass ich eher gerne Dinge vorbereite mit unserem Team damit mich eben alle auf die gleiche Linie bringen und nicht einfach nur sage Jesus
00:50:31: Also dass du sie vorweg stärker einbindest und die Basisarbeit ist sozusagen leiderst.
00:50:35: Genau,
00:50:36: aber das ist einfach weil ich so aufgewachsen bin.
00:50:37: Aber im Prinzip was jetzt Ego angeht macht dann einen riesen Unterschied nach außen einen Auftritt machen zu dürfen oder eben im Hintergrund zu schauen.
00:50:49: okay wo sind wir denn ungefähr?
00:50:51: Und das hat mein Vater auch gut drauf.
00:50:53: also nur weil er von außen gesehen halt so nach vorne führen muss Ja, macht auch innerhalb der Firma so.
00:50:59: Aber er ist ein wahnsinnig sensibler reflektierter Mensch dem schon wichtig ist dass es drum herum auch wirklich funktioniert.
00:51:09: also auf menschlicher Ebene und das haben wir schon mitbekommen auch von eben von unseren beiden Eltern.
00:51:18: die Türen waren immer offen für die Kollegen und die Kolleginnen.
00:51:22: wenn jemand ein Problem hatte dann hat man sich bemüht, das lösen zu können.
00:51:29: Und da war ... Wir waren immer sehr flach organisiert und da lernt man dann natürlich okay wir sind gemeinsam stärker.
00:51:37: Ja
00:51:38: ich finde ja was für mich so Familienunternehmen so stark macht oder was mein Antrieb ist warum Familienunternehmern weiterführen ist dass es ja viel mehr ist als ein Arbeitgeber dass er viel mehr einwirkt, auf die Mitarbeiter oft lebensverändernd eigentlich bei Mitarbeiterinnen sein kann und auch in der Region extrem viel bewirkt.
00:51:56: Und genau so nehmen wir das ja bei euch.
00:51:58: aber lasst mir ganz kurz bei deinem Papa bleiben weil ich hab heute auch extra besondere Schuhe anzun.
00:52:02: Eigentlich auch immer.
00:52:03: Der Papa hat immer zwei verschiedene Schuhen, oder?
00:52:05: Ja!
00:52:06: Was ist denn so dense?
00:52:07: Was wird dein Merkmal?
00:52:09: Also ich habe heute zufällig zwei verschiedene Socken.
00:52:11: Ja, ist mal aufgefallen!
00:52:12: Aber das liegt daran... Ich hab gern zwei unterschiedliche Socken.
00:52:15: die haben normalerweise was miteinander zu tun.
00:52:17: also jetzt.
00:52:17: Erzähl uns Geschichte.
00:52:19: Ich habe jetzt Pommessocken und Lebkuchensocken an.
00:52:24: eigentlich habe ich so den Pommesocken auch Ketchupsocken aber die längst verloren und ich habe den anderen Keksocken verloren.
00:52:30: also jetzt ziehe ich halt die beiden gleichzeitig an.
00:52:35: Ich mag Socken, die irgendwie eine Story erzählen.
00:52:37: Aber das ist halt so ein Ding.
00:52:39: aber ich habe jetzt nichts... Mir ist es wichtig oder eben nicht wichtig in Fußstapfen zu treten weil ich bin ja meine eigene Person und ich hab das Vertrauen in mich oder in unsere Zukunft dass meine Handschrift sich entwickelt Manifestiert.
00:52:58: Aber ich muss jetzt nicht krampfhaft sagen, okay und jetzt muss ich mir überlegen was kann ich anders machen?
00:53:03: weil mich Leute fragen warum hast du keine zwei verschiedenen Schuhe an?
00:53:08: Das habe ich... Ich hab' nicht das Gefühl dass das für mich wichtig ist Weil ich muss mich nicht verändern oder glaubt mich nicht zu müssen um neben meinem Vater zu bestehen.
00:53:21: Ich habe auch keine Angst vor dem Schatten.
00:53:25: Wir stehen nicht beide in der Sonne, wir versuchen uns auch gegenseitig nicht die Sonne zu nehmen.
00:53:30: Und ich denke das ist schon eine Herausforderung in vielen Familienunternehmen.
00:53:33: eben wenn so dieses Ego so stark durchkommt.
00:53:36: und ich möchte nicht dass für mich irgendwann wichtiger ist meinen Vater zu übertrumpfen ... oder keine Ahnung, bekannter zu werden... ...oder leichter erkannt zu werden.
00:53:44: Da müsste ich mir wahrscheinlich eine Klappze scheren.
00:53:47: Er hat halt doch einen... Ja ja!
00:53:48: Das
00:53:48: wird vielleicht auch noch ein bisschen... ...du musst irgendwie so drehen baden und dann... Also da sind schon große.
00:53:53: Ja genau!
00:53:54: Ich würde mir das nicht unbedingt als Pferd sehen.
00:53:56: Also da habe ich... ...ich hab genug eigene Dinge gemacht die... wo ich mir die teilweise... dass sich wie er sagt, ich meine ist der Papa.
00:54:06: Die sind schlimmer als das was er je gemacht hat.
00:54:08: aber gut das kann man so dahin stellen oder auch nicht?
00:54:11: Nehmt noch
00:54:11: bei der Tochter vielleicht auch und das war...
00:54:14: Vielleicht ja!
00:54:17: In deiner ganzen Story fühlt es jetzt auch an als hättest du nie Zweifel gehabt und es wäre sowieso ganz klar gewesen.
00:54:26: immer der Weg und deswegen funktioniert da und die mach schon.
00:54:30: Ich bin mal hundert Prozent sicher, es gibt diese Momente auch, wo du Zweifelst dorthin gibst.
00:54:34: Kannst du dir an einen anderen erinnern, was du sagst, warum mach ich mir das eigentlich an?
00:54:38: Oder ich tat am liebsten da die Sonnenpacken und weg.
00:54:43: Also es hat gut geholfen, dass man ungefähr weiß okay, was wir in meinem Leben... Es hat in solchen Situationen gut gehoffen zu glauben, dass das was wir machen eigentlich ist, was ich selber auch machen möchte oder was ich für richtig halt jetzt auch moralisch gesehen habe.
00:54:59: Natürlich gibt es immer wieder Situationen, wo man sich fragt hier bin ich da die Richtige oder Ich mag halt nicht.
00:55:05: Oder Hier weniger weil hier also im Familienverband oder in diesem Rückhalt ist Es natürlich ganz anders wie wenn du alleine stehst und das war für mich in Shanghai zum Beispiel Wir haben genug Schwierigkeiten gehabt.
00:55:20: Das war Ganz anders was wir uns erwartet haben.
00:55:23: natürlich weil mit sowas komplexen irgendwo anders hinzugehen Ist nie so leicht.
00:55:26: wenn man sich denkt Dass man dann irgendwann, auch wenn Leute gehen sich bewusst wird ich bin die Einzige die nicht gehen kann.
00:55:34: Wenn ich das jetzt nicht mache obwohl ich nicht will, aber ich bin nicht so viel als könnte ich es jetzt oder sollte ich es immer.
00:55:42: Als bräuchte ich eine Pause und dann macht man sich diesen Druck, dass man es trotzdem macht.
00:55:47: Ja was kommt vor?
00:55:49: Ich habe die Erfahrung gemacht und haben mir das dann in zu einer Teilsituation auch eingeredet, dass jedes Tal auch einen Berg wieder daneben hat Und zu versuchen einen Schritt zurückzumachen.
00:56:01: Da helfen halt Freunde oder eben auch meine Geschäftspartnerin sich da darüber zu unterhalten, das Wichtigste ist dann nicht leiser zu bleiben oder nichts zu sagen oder zu glauben man muss allein durchbeißen.
00:56:14: Normalerweise ist es so dass die Leute um einen herum nix Böses wollen.
00:56:19: Das muss man sich halt...
00:56:20: In der Situation danach extra vorhaben?
00:56:22: Genau!
00:56:22: Ja und natürlich gibt's diese Situation sozusagen ein Nepo-Baby.
00:56:29: Also ich bin ja natürlich hier reingewachsen, ich war... Ich habe mich nie irgendjemandem rechtfertig müssen warum ich jetzt in der Geschäftsführerin Position bin.
00:56:38: Das ist einfach so!
00:56:40: Ich
00:56:41: hab nicht wenig oder nicht hart oder wie auch immer.
00:56:45: Natürlich ist es eine Position die eine gewisse Eignung erfordert.
00:56:49: aber das war einfach mein Leben bisher.
00:56:51: also
00:56:53: Wobei man davon ausgehen kann, das darf ich trotzdem mitgeben.
00:56:57: Hättest du nur auf die Position hingearbeitet, wärst du jetzt nicht da?
00:57:02: Natürlich war es von Anfang an irgendwie klar wenn du alle Bedingungen erfüllst und kommst dahin aber eben auch nur dann ja auch nur wenn der Weg richtig ist.
00:57:11: Dass man dir jetzt einfach irgendwann auf den Dronen gesetzt hat.
00:57:15: Aber es fühlt sich für mich nie wie hatte Arbeit angefühlt also oder allermeistens ziemlich viel Spaß dran gehabt.
00:57:24: Deswegen fühlt sich das vielleicht so an, ja ich mache das ja gerne.
00:57:28: Natürlich zum Beispiel die Meisterprüfung in Österreich habe ich gemacht für die Legitimation hier weil die Ausbildung habe ich schon gehabt.
00:57:38: also aber das war halt wichtig und ich wollte schon zeigen wie das geht auch und insofern an einen gewissen Sachen muss man schon
00:57:47: arbeiten.
00:57:48: Ich bin als ihr könnt noch
00:57:50: Ewig.
00:57:52: Weiter blauen und weiter reden, aber ich glaube wir sollten uns ein bisschen am Riemen reißen und das ganze Jahr zu einem guten Ende bringen.
00:58:00: Aber was mir noch interessieren wird, ihr seid ja... Ihr habt jetzt organisatorisch sozusagen den Weg schon ganz gut vorgegeben.
00:58:06: Du bist jetzt Geschäftsführerin, ihr habt die Rollen wieder neu verteilt.
00:58:10: Soweit ich warst, habt ihr das Eigentum noch nicht hundert Prozent aufgeteilt oder es liegt noch so einen Großteil bei deinem Vater?
00:58:17: Oder wie schaut das genau aus?
00:58:17: und habt ihr dazu einen Schon an gar unseren kleinen Weg?
00:58:21: oder seid ihr da gerade am Entwickeln?
00:58:23: Nein, es gibt auch schon einen kleinen Weg.
00:58:24: Also mein Puder und ich waren schon länger Teilhauer der Firma, durften aber unsere Anteile nie verkaufen.
00:58:32: Also sind sozusagen an euch gebunden und sonst wieder zurückgegeben?
00:58:37: Ja
00:58:37: genau!
00:58:37: Oder sagen wir mal so unsere Eltern oder unser Vater hätte auch sagen können hier müsste das jetzt noch nicht drückgeben.
00:58:43: Aber das haben wir einfach gemacht aus Familienraison weil... Man weiß halt nie, was sich so entwickelt.
00:58:49: Unsere Anteile haben sich mittlerweile erhöht und der Anteil meiner unserer Eltern ist deswegen noch höher weil sie den für auch unsere Schwester dabei verwahren.
00:59:03: sozusagen wenn sie uns unternehmen einsteigt dann wird sie auch eben diesen Anteil haben.
00:59:09: So müssen wir danach nicht mehr umschichten und insofern hat sich das eben so ganz gut entwickelt.
00:59:17: Das war uns auch immer wichtig.
00:59:19: Wir sehen uns alles gleich, also nur weil ich Geschäftsführerin bin heißt das nicht dass ich nicht will, dass mein Bruder nicht auch Anteil hat und man muss natürlich in einem Familienunternehmen trotzdem schauen, dass wir es absichert.
00:59:30: Also dass das nichts in einer schwierigen Situation dann problematisch wird.
00:59:36: da haben unsere Wahlen keine Steinen weggelegt.
00:59:39: Aber damit wir es trotzdem ein bisschen um drüber reden Ist es so, dass deine Eltern da klare Vorstellungen dazu gehabt haben und euch das eigentlich mitgeteilt haben?
00:59:50: oder habt ihr in einem gemeinsamen Gespräch geklärt?
00:59:53: Wie war der beste Weg?
00:59:54: War das begleitet?
00:59:57: Wir haben das mit unserem Steuerberater begleitet.
00:59:59: Wir haben auch eine Art Mentoring gemacht für Familienübergabe.
01:00:03: Das haben wir nie abgeschlossen.
01:00:04: Also du kennst sicher aus deinem Bereich auch.
01:00:09: Einige Schritte haben wir gemacht und dann haben wir irgendwie das Gefühl gehabt okay jetzt Für uns passt das, weil sollte es irgendwelche Probleme geben, wie man hingehen kann.
01:00:17: Da sind natürlich gewisse Systeme vorgeschlagen worden.
01:00:22: Im Prinzip wir sind zu fünft im Unternehmen.
01:00:25: insofern wäre es dann irgendwann zu fünf aufgeteilt.
01:00:30: eine Person hat halt jetzt noch das Eigentümer natürlich die stärkste Macht.
01:00:36: Das ist unser Vater.
01:00:38: aber sobald das dann wieder weiter aufgeteiligt wird Geht diese Art von Entscheidungsgewalt dann wahrscheinlich auf die Geschäftsführerin über?
01:00:47: Weil irgendjemand muss die Entscheidung treffen.
01:00:50: Und insofern ist das bei uns ziemlich gut abgeklärt, wann was passiert und das funktioniert eigentlich.
01:00:59: Familienverfassung schreiben wir gerade auch sehr wichtig.
01:01:04: Das ist ein super Punkt.
01:01:07: Warum war es für euch wichtig und was sind die Hauptpunkte, die ihr mitbringen habt?
01:01:12: Also fertig ist hier noch nicht.
01:01:13: aber für uns ist der Familienverfahren kein rechtlich bindendes Ding.
01:01:18: Aber das ist eine gemeinsame Erklärung.
01:01:19: wie stellen wir das Unternehmen vor?
01:01:21: Ein Grundpfeiler ist dass wir immer bio bleiben wollen Dass wir uns immer den fernen Handel verschreiben wollen ... wo immer?
01:01:29: unsere Eltern haben das aufgebaut, wir als Dreigeschwister stehen voll dahinter.
01:01:33: Aber das sind Dinge die wir nicht verwässern wollen nur weil etwas irgendwie vielleicht ... ... wirtschaftlich gerade anders mehr Sinn macht.
01:01:41: Solche Dinge dass wir das Unternehmen als solches nicht veräußern wollen.
01:01:49: Also natürlich wenn alle der Meinung sind dann könnte man das machen wollen aber nicht also... Das ist auch generell so.
01:01:58: Wir können, wir wollen keine Miteigentümer haben.
01:02:02: Und das sind Dinge die in der Familienfassung gehören heißt aber auch zum Beispiel würden mein Bruder und ich um die Wallis sagen wir wollen jetzt gar nicht mehr weitermachen dass wir uns auch darüber unterhalten hätten, dass wir sagen okay dann ist es wahrscheinlich gescheitert zu verkaufen.
01:02:17: Das ist nicht der Fall!
01:02:19: Also es sind so gewisse Sachen, über die man sich halt Gedanken machen muss für...
01:02:22: sozusagen die Grundsteine dessen was ihr euch eurer Unternehmern vorstellt.
01:02:26: Du hast gesagt das war ganz wichtig dass wir das machen?
01:02:29: Was war der Anlass?
01:02:30: Wie seid's auf das kommen?
01:02:32: Ach jemand hat erwähnt dass es sowas gibt und dass man sich einfach drüber unterhalten sollte und auch eben über Situationen die vielleicht nicht so angenehm sind.
01:02:43: Und deswegen haben wir gesagt, ja dann der Prozess, das taugt uns.
01:02:45: Das fangen wir an.
01:02:46: also es war jetzt nicht eine eigene Idee Wir brauchen das jetzt unbedingt sondern Es ist uns vorgeschlagen worden im Bereich eben dieses Mentorings und das ist eine sehr gute Idee das zu machen.
01:02:56: Das ist vielleicht ein guter Punkt.
01:02:57: die gibt es auch in den Show noch zu berichten rein.
01:02:59: Also es gibt Vorlagen für Familienverfassungen und es ist ja oft nur ein Anlass um gewisse Punkte mal laut auszusprechen oder mal verschiedene Meinungen einzuhalten, abzufragen.
01:03:11: Wie sie es denn nicht tut?
01:03:13: Weil das Hauptproblem ist ja, dass man oft so unausgesprochene Dinge da rumschwirnt und jeder glaubt... Es war sie eh, was wir davon halten wie man sich das denkt.
01:03:26: Und wenn man's dann aber am Tisch legt wird er klar gehen.
01:03:29: Da hat eigentlich jeder auf das gleiche Bild geschaut, aber ganz anders gesehen.
01:03:33: Genau, ja.
01:03:34: Das ist wahrscheinlich das Hinfreche daran.
01:03:37: Habt ihr da gewisse Termine dazu?
01:03:39: Wo ihr euch da zusammensetzt oder passiert es daneben
01:03:42: bei?
01:03:42: Da weil noch etwas passiert so nebenbei.
01:03:43: also wir haben das jetzt nicht super strukturiert gemacht aber wir haben über die meisten Eckpunkte hier schon gesprochen.
01:03:50: insofern ist das schon nochmal sehr hilfreich.
01:03:52: Aber natürlich jetzt wäre mal die Zeit dass was auch fertig machen sollte wenn wir halt gerade in dieser Übergabephase sind und da ist das ganz wichtig.
01:04:01: Julia hat in der ganzen Zeit irgendwann, oder gibt es jetzt was wo du sagst wenn das passieren darf da die jetzt auch noch sagen ich übernehme dieses Unternehmen nicht.
01:04:13: Das passt nicht.
01:04:16: Kannst du dir irgendwas vorstellen was sie mal sein hat können?
01:04:19: Wo du gesagt hast na so nicht.
01:04:22: Also dass hätte wenn dann irgendetwas mit unseren Grundfesten sein müssen also eben bio und fair Aber andererseits wäre das immer eine Familienentscheidung gewesen.
01:04:33: Also ich wüsste nicht, was zu dieser Entscheidung geführt hätte aber wir hätten es wahrscheinlich intern besprochen.
01:04:37: also ich kann mir jetzt nichts vorstellen.
01:04:38: wo ich mir denke war schon unternehmen lasse mich in rosa auf der art eigentlich nicht.
01:04:44: ja sehr gut immer noch dauer
01:04:47: schöne sehr schöne
01:04:48: ja
01:04:49: ich
01:04:50: hoffe dass das nie passiert ist.
01:04:51: irgendwann denk okay das muss jetzt nicht mein.
01:04:53: vielleicht wenn unsere eltern ihre anteile verkauft hätten und dann gesagt hätten ja ok und jetzt macht sie hier mit irgendwie einem Teilhaber da weiter.
01:05:03: Ob's dann noch sagst du, okay, dann macht sich so viel Sinn mehr und das wäre vielleicht etwas gewesen.
01:05:08: aber das kann man jetzt so im Nachhinein gar nicht mehr so richtig sagen.
01:05:13: Sowohl der Michi und ich auch die Walli wollen dass unsere Eltern ihren Ruhestand auch genießen können und wir haben ihnen beiden gesagt er hat es immer herzlich willkommen Edithz immer auch da sein, Teil haben.
01:05:28: Aber irgendwann ist der Punkt wo ihr euch wirklich zurückziehen sollt und nicht das Gefühl haben sollts ihr müsst jetzt irgendwie wenn irgendwas schlecht läuft weil es gibt's auch ein Familienunternehmen dass dann die Seniors irgendwie glauben sie müssen jetzt wieder zurückkommen mit achtzig plus noch irgendwie eine Geschäftsführung übernehmen gesagt wenn das passiert dann hören wir auf weil dann macht keinen Sinn mehr.
01:05:51: was sollts ihre letzten auch in Lebensabend damit verbringen, etwas zu retten von dem ihr glaubst das es schwierig ist.
01:05:59: Das wollen wir nicht.
01:06:00: also das wäre vielleicht auch so ein Punkt sollte
01:06:02: man
01:06:03: hin kommen dass wir das nicht wollen weil wenn's unsere Verantwortung ist dann ist es unsere Verantwortung und nicht etwas wo man dann sagen kann ja okay und dann kommen Mama und Papa wieder ins Haus ums dann schon zu richten.
01:06:15: nein das geht nicht.
01:06:17: Ja eine Frage der Verantwortung die man nimmt.
01:06:22: Wir haben viel geredet über die unterschiedlichen Perspektiven in der Nachfolge, über die Rollen.
01:06:30: Über deine Geschwister.
01:06:31: Über die Beziehung zu den Eltern und deinen Lebensweg.
01:06:35: Gibt es was, was du eigentlich zu dem Thema noch unbedingt sagen wolltest?
01:06:39: Was ich nicht gefragt habe oder was jetzt keinen Platz gefunden
01:06:41: hat?
01:06:42: Ich meine wir haben wirklich viel gredet!
01:06:44: Man lässt sich irgendwie immer Dinge aus.
01:06:46: Ich finde für ein Familienunternehmen ist das aller wichtigste, die Teilhabe Dass man selber das Gefühl hat, dass es auch ein Unternehmen ist, dass ich mitgestaltet habe und in dem ich mich identifizieren kann.
01:06:57: Und wenn ich das nicht kann bis zur Übergabe dann sollte man sich wirklich als ältere oder jüngere Generation den Gedanken machen.
01:07:06: Hat das im Sinn?
01:07:07: Oder nicht!
01:07:08: Was passiert mit diesem Cut der unweigerlich passieren muss?
01:07:13: entweder die Alten raus oder die Jungen nicht rein oder was auch immer... Das ist etwas, das glaube ich das Nonplus-Ultrae ist ... für mich, also was bei uns gut funktioniert hat.
01:07:23: Und das ist bei einem anderen Interview habe ich mal die Frage bekommen... Was sollte man unbedingt machen?
01:07:31: Ich glaube vor allem in einer Übergang über... Also in einem Familienunternehmen wenn man mit dem Gedanken aufwächst weiter zu machen.
01:07:40: Unbedingt etwas für sich selbst tun.
01:07:42: Das vielleicht abseits von dem ist was in der Firma oder was für die Firma wichtig ist.
01:07:48: Für mich war das Das Austausch ja in China, als ich sechzehn war, wo ich wirklich komplett entdecken konnte.
01:07:55: Wer bin ich und wie funktioniere ich?
01:07:57: ganz weit weg?
01:08:01: Das war so für mich der Moment, da ich mir gedacht habe okay... Ich bin jetzt in mir selber so geruht dass ich weiß wer ich bin das ich mich auch dafür entscheiden kann.
01:08:09: Das können andere Projekte sein.
01:08:11: Ich bin noch nach Paris gegangen nicht weil irgendjemand wollte was ich mache sondern weil ich mich für Cuisine & Pazis interessiert hab.
01:08:17: also habe ich dort das Grand-Diplom gemacht.
01:08:20: Sicher interessant für die Firma, aber das sind halt auch einfach meine Interessen.
01:08:25: Und einfach einmal das ein Jahr lang abgekoppelt gemacht.
01:08:28: Ich bin da auch nicht nach Österreich zurück dazwischen um einfach mal selber herauszufinden was will ich oder was tue ich wenn ich mit anderen Träumen konfrontiert bin also zum Beispiel am Ende in Paris weil ich hätte auch irgendwie Bock gehabt dort irgendwas aufzumachen oder halt einmal paar Monate zu arbeiten oder so haben mich dann aber aktiv dafür entschieden, nein ich möchte jetzt nach China gehen.
01:08:50: Das war wieder ein eigenes Projekt!
01:08:51: Aber es ist so wichtig für sich selbst herauszufinden wer man ist oder was man will und zumindest eine Idee davon zu haben dass ich nicht nach einer Übernahme mir die Frage stellen muss was wäre wenn?
01:09:04: Ja das schönste ist wenn man weiß Ich habe mich aktiv selber auch dafür entschieden.
01:09:09: Es wird nicht immer geil sein Man hat nicht nur super Tage aber dieses Wissen dass man diese Entscheidung gemacht hat hilft ihr so nicht, weil sonst ist man nur wehleidig vielleicht und denkt sich mal hätte ich doch nicht und hätt' ich das ausprobiert oder jenes.
01:09:24: Und das ist keine schöne Situation.
01:09:26: Na da bin ich zu Hundert Prozent bei dir!
01:09:27: Das ist ein richtig wichtiger Punkt zu sagen für eine aktive Entscheidung brauche ich Entscheidungsfreiheit.
01:09:33: wir haben ja in der Nachfolge ganz oft diese Situation dass es nur darum geht die Entscheidung zutreffen.
01:09:38: mache ich das?
01:09:38: Oder mache ich es nicht?
01:09:40: Und nicht mache ich des oder mache ich dies oder das andere?
01:09:43: Und diese Entscheidungsfreiheit, genau so wie du es jetzt beschrieben hast, entsteht nur dann wenn ich entdecke was gibt's denn eigentlich noch für Möglichkeiten.
01:09:50: Was werden da sonst machen?
01:09:52: Weil sonst kann ich eben nur entweder das oder das nicht und das ist nie eine schöne Situation weil es keinen positiven Ausblick gibt sondern eigentlich nur einen.
01:10:03: will ich oder will ich nicht.
01:10:06: Super!
01:10:07: Also dann haben wir die verschiedenen Themen extrem gut abdeckt.
01:10:12: Ich habe eine riesen Freude gehabt, dich kennenzulernen, Julia und hier zu sprechen.
01:10:17: Danke dass du also offen deine Einblicke gegeben hast in deine eigene Geschichte und in die Geschichte eures Unternehmens im Übergabe.
01:10:27: Ja ich wünsche allen der eine Übergaben vor sich haben oder gerade durchgehen viel Glück!
01:10:31: Und wir wollen natürlich so viel wie möglich das machen.
01:10:34: Also, das ist auch immer das, was ich mitgeben möchte.
01:10:37: Was ich so schön finde bei deinem Vater, das wollte ich vorher sagen.
01:10:39: Das müssen Sie mir unbedingt da mitnehmen!
01:10:41: Ich habe das Gefühl über deinen Vater der hat bei all dem was so schwierig war euch vermittelt dass es eine Freude ist Unternehmer zu sein und das zu gestalten.
01:10:48: und das spürt man bei dir ja auch und ich glaube der ist ganz wichtig das im Auge zu behalten jetzt weil man selber nie so vorgelebt kriegt hat, dass das das ist Das Gestaltungsfreiheit und das Unternehmersein einfach, was unglaublich erfüllend es ist.
01:11:03: Und für alle die beim Übergeben sind oder die überlegen.
01:11:06: haben sie irgendwann noch einmal übergeben diesen Aspekt im Kopf zu behalten.
01:11:10: Ich darf nicht nur das Schlechte immer dazahlen oder vorleben oder sagen wie schwierig das ist aber wie arg das ist sondern ich muss halt die Freude auch mitvermitteln weil wir sonst die nächste Generation mit Freude an diese Aufgabe ran gehen.
01:11:22: Genau ja!
01:11:23: So, das war ein wichtiges Wort zum Schluss.
01:11:27: Julia, in dem Anwärg gehen wir jetzt noch rein und ... Schauen wir uns vielleicht ein bisschen was an im Schokotheater, weil das sollte man unbedingt auch noch erwähnen.
01:11:35: Falls du nicht hier warst, solltest du unbedingt herkommen in den Schokodeater.
01:11:40: So etwas gibt es weltweit sonst nur in Shanghai
01:11:44: und dort viel kleiner.
01:11:46: Es ist tatsächlich eine Erlebniswelt die ihr da geschaffen habt.
01:11:49: Unser wunderbares Unternehmen, das ihr aufgebaut habt.
01:11:53: Du und deine ganze Familie.
01:11:54: Vielen Dank dass wir da sein durften.
01:11:56: Danke fürs Gespräch Danke fürs Zuhören, wir sehen uns nächste Woche wieder.
01:12:02: Die Nachfolgerin gibt's jeden Freitag ab sechs Uhr live!
01:12:05: Mein Name ist Susanne Hartinger und ich bin die Nachfolgarin und das hier ist mein
01:12:32: Podcast.
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