Folge 57 - Jahresgespräch

Show notes

Jahresgespräche – vom Pflichttermin zum Erfolgsinstrument

Jahresgespräche gehören für viele Führungskräfte zu den unbeliebtesten Terminen des Jahres. Gerade für Nachfolgerinnen können sie sich wie eine zusätzliche Last anfühlen: voller Kalender, hohe Erwartungen, viel Verantwortung.

Mir ging es genau so. Ich wusste, dass Jahresgespräche – also ausführliche Mitarbeitergespräche am Anfang des Jahres – wichtig sind. Aber diese Flut an Terminen und die Last der vielen Gespräche, hat mich Jahr für Jahr regelrecht erdrückt.

Heuer in der Vorbereitung auf meine Jahresgespräche hab ich hingegen hauptsächlich Vorfreude gespürt und ich hab gemerkt wie sehr sich meine Haltung zu diesen Terminen, die ich als reine Pflicht wahrgenommen hab, verändert hat.

Wie es dazu gekommen ist und was es dafür gebraucht hat, erzähl ich dir in dieser Folge. Ich spreche darüber,

  • wie sich meine Haltung zu Jahresgesprächen verändert hat
  • warum ich keine Angst mehr vor diesen Gesprächen habe
  • und was aus meiner Sicht wirklich den Unterschied macht

Diese Folge ist für dich, wenn du:

  • als Nachfolgerin oder Unternehmerin vor Jahresgesprächen stehst
  • dich zwischen Verantwortung, Harmoniebedürfnis und Klarheit wiederfindest
  • Führung menschlich, wirksam und ohne Druck leben möchtest

In dieser Folge erfährst du:

  • warum Jahresgespräche für Nachfolgerinnen oft besonders herausfordernd sind
  • wie ein offenes Grundklima im Unternehmen den Druck aus den Gesprächen nimmt
  • weshalb du nicht für alle Probleme – und schon gar nicht für alle Lösungen – verantwortlich bist
  • warum Zuhören oft mehr Führung ist als sofortiges Handeln
  • wie ein klarer Gesprächsleitfaden Sicherheit und Tiefe schafft
  • welche Fragen echte Entwicklung ermöglichen
  • warum das Jahresgespräch kein Gehaltsgespräch, sondern ein Entwicklungsgespräch ist
  • wie Denkfehler (Biases) Gespräche beeinflussen – und was dir das Wissen darüber bringt
  • wie bewusste Vorbereitung Wertschätzung zeigt
  • warum ein Jahresgespräch ein Dialog sein muss – und kein Monolog

Ein Gedanke zum Mitnehmen Du musst im Jahresgespräch nicht perfekt sein.

Du musst nicht alles lösen.Aber du darfst präsent sein – und wirklich zuhören.

Und genau das macht aus einem Pflichtterminein echtes Erfolgsinstrument.

Mehr Impulse für Nachfolgerinnen

In meinem Podcast Die Nachfolgerin spreche ich über Unternehmensnachfolge, Führung, Selbstklärung und die emotionalen Seiten von Verantwortung – speziell für Frauen in Familienunternehmen.

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Show transcript

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen bei Die Nachfolgerin, dem persönlichen Podcast für die erfolgreiche Unternehmensnachfolge.

00:00:16: Mein Name ist Susanne Hattinger, ich bin selbst erfolgreicher Nachfolgerin, Unternehmerin, Coach und Mentorin für Frauen aus Familienunternehmern und Mama von zwei großartigen Kindern.

00:00:26: In meinem Podcast geht es um all die Themen, die uns als Nachfolgerinnen und Unternehmerinnen bewegen, persönlich, familiär und unternehmerisch.

00:00:34: Und auf geht's in die neue Folge.

00:00:38: Alle Jahre wieder!

00:00:40: Nein, keine Sorge, ich habe nicht Weihnachten versäumt und fange jetzt wieder von vorn an.

00:00:45: Es geht um die Jahresgespräche.

00:00:47: Ah, die kommen ja alle Jahre wieder und stehen bei den meisten von uns jetzt am Anfang des Jahres am Programm.

00:00:54: Und in der Folge möchte ich mal darüber reden, wie das bei mir sich so von am Pflichtermin von einer recht großen Belastung eigentlich von sogar so einem richtigen Frustpaket am Anfang des Jahres hin entwickelt hat zu Terminen, die jetzt voll auf Vorfreude und mit ganz, ganz viel Leidenschaft in Angriff nehmen.

00:01:17: Ich glaube, das ist ein Weg, eine Entwicklung, die viel Erkenntnisse gebracht hat und Erfahrung gebracht hat und die würde ich gerne mit dir teilen.

00:01:26: Aus meiner Sicht ist spannend für die, egal ob du jetzt gerade Unternehmerin bist und selber Jahresgespräche vorbereitest mit deinen Mitarbeiterinnen oder ob du als Angestellte Dein Mitarbeiterinnen-Gespräch vorbereiterst oder auch dann, wenn du als EPU allein unterwegs bist, selbstständig bist und sagst, mit wem soll ich da jetzt Mitarbeitergespräche führen.

00:01:53: Kaum ein heißer Tip.

00:01:54: und der gleich mal vorweg.

00:01:57: Das zahlt sich auch in dieser Position aus.

00:01:59: Mitarbeitergespräche können, oder Jahresgespräche eigentlich in dem Fall, Jahresgespräche können so extrem wertvoll sein.

00:02:05: Und falls du als Einzelkämpferin unterwegs bist, gleich der Tipp zu Beginn, such dir unter deinen Kooperationspartnern, die du ja sicher hast, jemanden, mit dem du dich für dieses Jahresgespräch zusammensetzen kannst, sozusagen so ein Jahresgespräch führen kannst, oder falls des nicht so deiner Linie entspricht oder du da in ihrem Trost oder in ihrem schnellen Falt, was ihr auch ganz gut als Tipp mitgeben kann, was ich selber sehr gerne mache, ist mein Jahresgespräch mache ich mit einem Coach.

00:02:34: Also da lasse ich mich echt einmal durchführen und richtig durchcoaching, auch als Vorbereitung für die Jahresgespräche in unserer Agentur, aber vor allem auch für mich selber.

00:02:45: Unglaublich wertvolle Erkenntnis.

00:02:48: Ja, und darum geht es in dieser Folge sozusagen, wie sich Für mich, die Jahresgespräche von einem Pflichtnomin hinentwickelt haben zu einem echten Erfolgsinstrument.

00:03:00: Ich hoffe, du bist mit dabei.

00:03:01: Lass uns gleich rein starten.

00:03:03: Bei uns in der Agentur gibt es Jahresgespräche seit ungefähr fünfzehn Jahren.

00:03:06: Also ziemlich genau, seitdem ich in der Geschäftsführung von unserem Familienunternehmen bin.

00:03:12: Die Agentur an sich gibt es ja schon seit zweiundvierzig Jahren, dreiundachtzig gegründet und davor war das einfach kein Thema.

00:03:19: Mein Vater hat sich einfach da gar nicht so mit beschäftigt, beziehungsweise er hat zu mir dann auch ein paar Mal gesagt, ich rede ja eh laufend mit den Menschen.

00:03:28: Und wenn es irgendwas gibt, dann können die ja immer zu mir kommen.

00:03:32: Und es ist nicht so, dass das dann anders war.

00:03:34: Im Gegenteil, ich glaube sogar, wie ich mit in die Geschäftsführung gekommen bin, sind diese Möglichkeiten oder ist die Thematik der offenen Tür sogar noch größer geworden, also sogar leichter geworden, dass man zu mir kommt mit Themen.

00:03:48: Und trotzdem habe ich einfach gefunden, dass dieses Jahresgespräch so ein extrem großartiges Tool in der Mitarbeiterführung ist.

00:03:55: Ich habe da extrem viel darüber gelesen, also wie ich in meine Rolle gegangen bin als Geschäftsführerin, habe ich mir extrem viel damit beschäftigt, wie man eine gute Arbeitskultur schaffen kann, wie man wirklich Führung gut leben kann.

00:04:10: Und da war eben dieses Jahresgespräch immer so ein Tool, das extrem rausgehoben worden ist.

00:04:17: Und wir haben uns in dieser Zeit vorbereitend eigentlich auf die Übergabe von einer Unternehmensberatung begleiten lassen und der Unternehmensberater, der mit uns Prozesse arbeitete, Organikramar arbeitete, hat Struktur reingebracht, hat in dieses gewachsene Unternehmen, der uns das auch sehr ans Herz gleckt und hat gesagt, unbedingt machen, ja, das Gespräch ist Ihnen ganz was Wichtiges.

00:04:40: Wir haben das auch gemeinsam dort strukturiert und aufgebaut.

00:04:44: Ja, und dann gemacht.

00:04:46: Und ich muss da ganz ehrlich sagen, mir hat das regelmäßig richtig gehend erdrückt.

00:04:54: Immer wenn die Zeit der Jahresgespräche gekommen ist, ich glaube sogar so fast erschlagen.

00:04:59: Also das war noch den Weihnachtsferien.

00:05:02: Sozusagen kommt dann der Start ins neue Jahr und das erste, was ist, ist diese Flut an Mitarbeitergesprächen.

00:05:08: Ich habe es teilweise dann auch so weit aussergeschoben, dass man manchmal erst im März fertig geworden sind.

00:05:15: Einfach weil das so eine Belastung war, so ein Druck war.

00:05:18: Und danach hätte ich glaube am besten gleich wieder Urlaub gebraucht.

00:05:24: Warum?

00:05:25: Ich glaube das meistens, also das Hauptthema dabei war, weil das Jahr mit diesen Jahresgesprächen genau so begonnen hat, wie ich es eigentlich gar nicht mag, nämlich mit dem vollen Kalender.

00:05:36: Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn mein Kalender so voller Terminer ist, dann habe ich wirklich das Gefühl, ich kann nicht ordentlich arbeiten.

00:05:43: Ich kann mich nicht entfalten.

00:05:44: Dann fühle ich mich zu sehr fremd bestimmt.

00:05:47: Dann habe ich das Gefühl, ich bin nicht mehr selbstwirksam, sondern es ist einfach alles von außen eingetaktet.

00:05:53: Und das mag ich nicht.

00:05:54: Das belastet mich.

00:05:55: Das ist am Jahresanfang, wo sowieso neben den normalen Termineln und Meetings und Projekten ganz viel so Start und Kickoff der Minute dazukommen und dann auch noch die Jahresgespräche.

00:06:09: Und bei uns sind es halt, wir sind rund zwanzig Mitarbeiterinnen im Unternehmen und wir haben das so gehalten.

00:06:16: Von Anfang an zuerst haben diese Gespräche der Papa und die gemeinsam geführt, aber alle zwanzig Gespräche, oder halt siebzehn, achtzehn, so in diese Richtung ungefähr.

00:06:27: Und im Schnitt kannst rechnen ungefähr eineinhalb Stunden pro Gespräch.

00:06:30: Also das mache ich auch nach wie vor so, ich finde es unglaublich.

00:06:33: guter Richtwert, wo man sagt, okay, eineinhalb Stunden sei in den Coachings so ein Wert, wo man sagt, da kann man sinnvoll arbeiten, da kann man gut dabei bleiben.

00:06:40: Da kann man zwischendurch eine kurze Pause machen.

00:06:43: Mehr ist dann oft schon schwierig, weil man einfach müde wird im Kopf.

00:06:49: Da mache ich es dann gerne so, dass man sagt, okay, man macht einen zweiten Termin, falls man noch nicht fertig geworden ist.

00:06:54: Aber so eineinhalb Stunden, das passt schon ganz gut.

00:06:57: Aber wenn man sich das einmal ausrechnet, so fünfzehn bis siebzehn Mitarbeiterinnen mit eineinhalb Stunden, das ist echt ein enormer Block.

00:07:04: Das ist voll viel Zeit, Energie und vor allem halt auch Aufmerksamkeit.

00:07:08: Und für mich hat sich das einfach angefühlt wie eine riesige Last, die da am Anfang des Sematronen kängt ist.

00:07:16: Was man einfach abarbeiten muss, das gehört halt dazu, das geht nicht anders, so ein Pflicht damit, den man irgendwie hinter sich bringen muss.

00:07:25: Und heute?

00:07:26: Ich habe es gerade vorher schon gesagt, jetzt in der Vorbereitung auf die Mitarbeitergespräche, im Jahr zwanzig, habe ich gespielt, hätte es komplett anders.

00:07:35: Nach wie vor ist mein Kalender jetzt Anfang des Jahres gefühlt, aber wenn ich auf diese Termine schaue, ich freue mich voll auf diese Jahresgespräche.

00:07:45: Und ich hätte mir das früher nicht so vorstellen können, aber ich weiß auch, was die Gründe dafür sind.

00:07:53: Der ganz der Wichtigste ist, ich habe keine Angst mehr.

00:07:57: vor diesen Gesprächen.

00:07:59: Und es mog jetzt ein bisschen komisch klingen.

00:08:02: Oder vielleicht auch nicht, vielleicht kannst du sogar sehr gut nachvollziehen.

00:08:05: Aber ich glaube, das war ein großer Teil dessen, was es für mich so zu Belastung gemacht hat, diese Angst davor, was wird denn da erst da herkommen.

00:08:16: Vor allem, wie ich den Dominen noch mit dem Papa gemacht habe, dann habe ich es mit meiner Schwesterzeit lang gemacht.

00:08:21: Und es ist uns einfach auch immer wieder passiert, dass so große Brocken in den Jahresgesprächen.

00:08:27: Kommen sein.

00:08:28: So Themen, die oft über schon zwei, drei Monate vielleicht sogar ein ganzes Jahr mitzogen worden sind und die dann hingeknallt worden sind beim Jahresgespräch.

00:08:40: Und das hat mich extremst belastet.

00:08:43: Diese Angst davor, die dann natürlich immer da war, ist weg.

00:08:48: Nicht, weil alles immer glatt läuft und weil alles super ist, sondern weil wir echt so ein Grundklima, ein offenes Grundklima entwickelt haben, wo wir übers Jahr laufend dazu animieren, wirklich richtiggehend animieren, zu sorgen, was nicht passt.

00:09:08: Sich das zeitnah von der Seele zu sprechen, von der Seele zu reden, zeitnah versuchen, das ans Licht zu bringen und an den Tag zu befördern dort, wo die Themen noch nicht so groß sind.

00:09:23: Das kann alles möglich sein, Unmut, Unklarheiten, dort wo Reibungen entsteht, wo man sich nicht ganz sicher ist, wo Zweifel da sind, aber auch wo man nicht gesehen wird oder das Gefühl hat man wird nicht wertgeschätzt.

00:09:40: All das, das rufen wir wirklich intensiv übers Jahr immer und immer wieder ab in unseren monatlichen Mitarbeiterumfragen, aber eben auch mit so persönlichen Gesprächen.

00:09:53: Und das Jahresgespräch ist dann nicht mehr der eine Moment im Jahr, wo sich das alles entlebt, wo man sozusagen alles so auf dem Tisch haut.

00:10:02: Und das andere an das, glaube ich, nimmt unglaublich viel Druck raus.

00:10:06: Also das ist mein erstes Learning.

00:10:09: Ich habe keine Angst mehr vor diesen Jahresgesprächen, weil wir ein Klima geschaffen haben, wo man übers Jahr einfach viel mehr Möglichkeiten hat und nicht nur Möglichkeiten, sondern aktiv einfordert.

00:10:18: Leute, sorgts, was euch nicht passt.

00:10:20: Sorgts, was euch passt, aber sorgts auch, was euch nicht passt.

00:10:24: Der zweite, vielleicht sogar noch wesentlichere Punkt ist, dass ich gelernt habe, dass ich nicht für alles verantwortlich bin.

00:10:33: Als Unternehmerin, also ich hoffe zumindest, dass das nicht nur mein Thema ist, da hat man oft so Allmachtsfantasien, würde ich was sagen.

00:10:43: Also man hat so das Gefühl, ich bin für alles verantwortlich und ich bin auch für alles schuld.

00:10:50: Also das heißt, wenn Sachen an mich herangetragen worden sind oder wenn sie jemand über was beschwert hat oder und es hat sein können, ich komme mit der und der Personennetzrecht oder bei uns im Team, da passiert immer das und das.

00:11:06: Mit den Kunden gibt es das und das Problem.

00:11:09: Ich habe alles auf mich bezogen.

00:11:10: Ich habe immer das Gefühl gehabt, ich muss das jetzt klären.

00:11:14: Da muss ich jetzt, das ist mein Auftrag.

00:11:16: Ich muss jetzt losrennen und das lösen.

00:11:21: Und ihr habt gelernt mittlerweile, dass ich das nicht muss.

00:11:24: Dass ich das gar nicht kann in vielen Fällen, weil ich nicht.

00:11:29: für alles verantwortlich bin.

00:11:31: Überraschung.

00:11:32: Also, weder für die Probleme, aber auch nicht für alle positiven Dinge.

00:11:40: Das ist ja dann auch auf das.

00:11:43: Wir schreiben uns ja alles sozusagen auf die Brust und sagen ja, das habe ich gemacht und da bin ich verantwortlich.

00:11:50: Trifft ja die positiven Dinge.

00:11:51: Also, ich bin nicht für alles verantwortlich, weder für die positiven Dinge noch für die Probleme.

00:11:56: Und, und das ist wichtig, schon gar nicht automatisch für das Finden der Lösungen.

00:12:04: Früher habe ich das immer alles direkt als Auftrag genommen.

00:12:08: Ich bin oft aus der Serie von Jahresgesprächen mit einer riesigen Tuturliste fürs ganze Jahr ausgegangen.

00:12:15: Also ich habe mir sozusagen aus fünfzehn, zwanzig Gesprächen abgeholt, was ich jetzt alles tun muss, damit das gelöst werden kann, damit sie wieder alle wohlfühlen, damit es für alle passt.

00:12:25: Und das hat mich natürlich extrem belastet.

00:12:29: Manchmal hat es mich frustriert.

00:12:32: Traurig gemacht, einfach, das war kein schönes Gefühl.

00:12:37: Und heute war sie, ich bin ein Teil des Ganzen, aber ich bin nicht das Ganze.

00:12:43: Und wenn es Probleme gibt, ist es nicht automatisch meine Schuld.

00:12:46: Und es ist nicht automatisch meine Verantwortung.

00:12:48: Und die müssen auch nicht automatisch was tun oder was verändern.

00:12:53: Manchmal oder in ganz vielen Fällen, in den meisten Fällen, braucht es keine Lösung, sondern es braucht im ersten Schritt einmal ein Zuhören.

00:13:03: Ein echtes Zuhören.

00:13:05: Ein Wahrnehmen.

00:13:06: Ein zweiter Schritt auf Verständnis.

00:13:09: Dafür, was da jetzt gerade passiert.

00:13:10: Was da da ist.

00:13:12: Und dann ein Erkennen der Bedürfnisse und der Antreiber dahinter.

00:13:18: Aber nicht ein Feuerwehrspinnen und loslaufen.

00:13:22: Und das auf mich nehmen und sagen und jetzt muss ich das alles lösen.

00:13:26: Also das war so mein zweites großes Learning über die Jahre.

00:13:31: Also nicht von einem Tag auf dem anderen, sondern über die Jahre zu erkennen.

00:13:35: dass ich nicht für alles verantwortlich bin.

00:13:40: Und mit dem sind wir dann auch schon bei einem ganz, ganz wichtigen Punkt, den ich ja mitgegeben möchte, nämlich, dass Zuhören immer Aktionismus schlägt.

00:13:51: Also ein Jahresgespräch ist kein Ort, an dem man sofort Lösungen finden muss.

00:13:57: Wir sind einfach darauf trainiert, Lösungen zu finden.

00:14:03: Wir sind unser Hirn.

00:14:05: Wenn du ein Mensch bist, der was bewegen will, der Unternehmer ist, denkt, dann ist er hier und drauf trainiert, für Dinge, die nicht gut laufen, für Probleme, die es gibt, Lösungen zu finden.

00:14:18: Das heißt, in dem Moment, wo du was her, startest schon los.

00:14:23: Ah ja, das Gespräch ist nicht der Ort, um das zu tun.

00:14:26: An dem du musst nicht sofort alles gelöst werden, du musst nicht einmal eine Tutuliste entstehen.

00:14:30: Da geht es echt darum, den Raum zu halten.

00:14:34: Da zu sein, das Gefühl auch zu vermitteln, Egal, was da jetzt gerade kommt, ich halte es aus.

00:14:40: Ich trage das.

00:14:42: Du wirst gesehen, du wirst gehört.

00:14:45: Und ich bin einfach mal da.

00:14:47: Da ist der Raum jetzt dafür.

00:14:49: Nicht jedes Problem braucht sofort eine Maßnahme.

00:14:51: Und nicht jede Unzufriedenheit ist ein Auftrag an mich oder an dich.

00:14:58: Also, einmal diese grob-Lessens, ja, Lessens du belehrend.

00:15:02: Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt und tut vielleicht für die eine oder andere von euch, für dich, da jetzt schon ganz viel.

00:15:09: Was mir zusätzlich kurven hat, ist, dass wir dann so einen klaren Gesprächsleitfaden entwickelt haben.

00:15:14: Und zwar ist es nicht mehr ein Fragen, am Anfang haben wir es so gemacht, da haben wir Fragen gehabt, die haben wir ausgeschickt zu den richtigen Fragebogen und die Leute haben sozusagen diesen Fragebogen dann ausgefüllt mitgebracht, haben teilweise sogar vorher geschickt, dass man sich vorbereiten kann und dann sind wir da gemeinsam durchgegangen.

00:15:32: Das macht man nicht mehr.

00:15:33: Es gibt ein Gesprächsleit vor, damit man ein bisschen angeregt wird, nachzudenken, sich Dinge zu überlegen.

00:15:39: Aber nicht als Stadiskonstrukt, sondern als ein Rahmen, der Sicherheit gibt.

00:15:44: Mir und auch den Gesprächssicherheit gibt.

00:15:47: Also da sind so Fragen drinnen, welche Ziele hast du dir für dieses Jahr gesteckt?

00:15:52: Und zwar beruflich, aber auch privat.

00:15:55: Warum privat?

00:15:57: Weil da geht es darum, ich muss das gar nicht wissen.

00:16:01: Es ist oft die Frage, hast du überhaupt ein Ziel gesteckt?

00:16:04: Aber mit dieser Frage im Gesprächsleitfahren mache ich mal diesen Gedanken auf.

00:16:09: Ziele, weil vielleicht noch gar nicht nachgedockt werden, die auch einmal machen.

00:16:13: Also diese Motivation dazu anzuregen, zu sagen, okay, überleg da, was im heiligen Jahr passieren soll.

00:16:20: Und vor allem möchte ich dir dann auch wissen, gibt es was, wo das Unternehmen, wo ich dich unterstützen kann?

00:16:26: Was ich tun kann?

00:16:27: Kann ich als Unternehmen was dazu beitragen?

00:16:29: Als Arbeitgeber.

00:16:30: Kann ich dir in irgendeiner Art und Weise supporten bei deinem Reichen deines Ziels?

00:16:35: Das tut auch früh mit den Leuten, weil einfach Bindung entsteht, weil Loyalität entsteht.

00:16:40: Ich hab so Fragen drinnen, wie was motiviert dich am meisten?

00:16:43: Was treibt denn dir an?

00:16:46: Oder in unserem Fall an welchen Projekten hättest du gern mitgearbeitet?

00:16:49: Was werden das Projekt gewesen im letzten Jahr, wo du am liebsten mit dabei gewesen wärst?

00:16:56: klassische Fragen wie was möchtest du heuer lernen?

00:16:59: oder was möchtest du entwickeln?

00:17:02: und aus diesen Fragen.

00:17:03: Ich möchte jetzt gar nicht so eine Liste an Fragen geben, weil ich bin sicher, erstens, du hast selber ganz, ganz viele gute Fragen und zweitens, findest im Internet einen hoffen, einen richtig guten Gesprächsleitfaden für Mitarbeitergespräche.

00:17:18: Falls die trotzdem interessiert und du unseren gern hättest, schreib mal einfach.

00:17:23: Aber um das geht's mal gar nicht.

00:17:25: Mir geht es darum, dass für uns diese Veränderung wichtig war, wegzugehen von einem Fragebogen, den man ausfüllen muss, hin zu einem, hey, ihr habt da Fragen, die mich dazu anregen, mir Gedanken zu machen, wie ich mich im heutigen Jahr entwickeln will, was ich im heutigen Jahr erreichen will.

00:17:44: Alleine, aber mit dem Team, für das Unternehmen.

00:17:49: Und das macht einfach ganz einen anderen, gibt dem Ganzen einfach ganz einen anderen Rahmen, einen ganz anderen Trall.

00:17:56: Und das ist ganz wichtig, keine Tribunale aus dem Vorjahr, also wenn du nicht nachbesprechen, was da alles nicht funktioniert oder was du alles schlecht gemacht, im Gegenteil, das darf rechtzeitig immer noch den Projekten oder noch den wirklichen Dingen passieren, sondern da geht es echt rum, einen Rahmen zu haben, wo man sagt, okay, wo mäßt ihn hinentwickeln, was mäßt ihn tun und was mäßt er für die Agentur tun, was kannst du da beitragen.

00:18:16: Ein richtiges Entwicklungsgespräch.

00:18:18: Für mich gehört da auch dazu, dass es eine klare Abgrenzung gibt, zu, was es sonst so an Gesprächstermintern bei uns gibt.

00:18:26: Eben zum Beispiel eine Projektnachbesprechung oder ein klärendes Gespräch, wenn irgendwo Verhalten nicht passt oder Dinge passiert sind, die nicht so toll sind.

00:18:37: Das sind punktuell Gespräche, die man übers Jahr führt, dann, wenn es passiert.

00:18:44: Und auch die Abgrenzung zum Gehaltsgespräch.

00:18:48: Das klärt für mich auch nicht in dieses Jahresgespräch mit rein.

00:18:51: Ich muss zuerst mal wissen, Wie ist denn deine Motivation?

00:18:55: Was möchtest du heuer eigentlich tun?

00:18:56: Wo möchtest du die hin entwickeln?

00:18:58: Und dann können wir in einem nächsten Schritt überlegen, gebaut mit dem Budget, das da ist, gebaut mit der Aussicht auf das, was wir heute als Unternehmen verdienen.

00:19:08: Wie viel Budget kann man dann auch wirklich hingehen?

00:19:10: Was kann denn deinem Gehalt sein?

00:19:11: Aber auch diese Abgrenzung verändert die Qualität der Gespräche enorm.

00:19:16: Wir haben das früher alles in Armkopf und dann vermischt sie das extrem und es entsteht eine Abhängigkeit.

00:19:22: Also fast so, ich möchte das und das tun, aber dann will ich auch mehr verdienen.

00:19:27: Und das schränkt einfach auf der einen Seite die Denkweise ein, und auf der anderen Seite nimmt es dem Ganzen die Inspiration, die Motivation, die Freude, die ich dabei gerade empfinde.

00:19:40: Ich habe aber einen weiteren Punkt, den ich lernte, der mir ganz viel Ruhe gebracht hat, ist, dass ich entdeckt habe.

00:19:49: Wie viele Biases?

00:19:51: Also Denkfehler, ich hab Wahrnehmungsverzehrungen.

00:19:56: Weil ich selber schon so ein starkes Bild hab von demjenigen, der mir jetzt gegenüber sitzt.

00:20:02: Ich kenn meine Leute ganz gut, ich kenn meine Mitarbeiterinnen.

00:20:05: Denke ich auch persönlich gut.

00:20:10: Manche mehr, manche weniger.

00:20:12: Ich beobachte sie sehr stark.

00:20:14: Ich arbeite ja auch mit ihnen.

00:20:16: Und dementsprechend natürlich ... hat sich im Bildert sich in meinem Kopf ein Bild und mir da ganz klar zu machen.

00:20:25: Und für das ist so dieses Vorgespräch für mich so wichtig, dieses Coaching vorweg, bevor ich in die Jahresgespräche gehe, damit ich da klar bin und sage, okay, und diese Bilder, die schiebe jetzt alle mal weg.

00:20:36: Und ich schaue mir denjenigen, der mir da gegenüber sitzt, einmal ganz frei, wieder neig an.

00:20:42: Also beim Jahresgespräch ist echt so ein Termin, wo ich sage, Wir lassen das alles, was wir bis jetzt miteinander erlebt haben, weg und sind neugierig und gehen gemeinsam auf das hin, was kennst du sonst noch sein?

00:20:54: Ohne diese vorgefertigten Bilder, die schon im Kopf sind.

00:20:57: Jetzt folgt man gerade ein.

00:20:58: Ich weiß nicht, ob du diesen Spruch kennst, aber derjenige, der mich am besten behandelt, ist mein Schneider, sagt man, weil der vermisst mich jedes Mal neu.

00:21:10: Was heißt das?

00:21:11: Das ist einfach so ein... Da gibt mir jedes Mal wieder die Chance, genau so zu sein, wie ich gerade bin, ohne davon auszugehen, dass er mich schon kennt, weil er mich eh schon, weil er meine Masse eh schon genommen hat.

00:21:23: Und in unserem Leben heißt das, ich muss demjenigen, der mir im Gespräch gegenüber sitzt, die Chance geben, ihn so wahrzunehmen, wie er da jetzt gerade sitzt, mit den Ideen, mit den Wünschen, mit den Zielen, mit den Bedürfnissen, die jetzt gerade formuliert werden.

00:21:39: Ohne dieses Bild im Kopf zu haben, war sie eh schon.

00:21:43: wie du bist.

00:21:44: Und umgekehrt, natürlich diese Klarheit auch zu haben, dass das bei den Mitarbeiterinnen ja dasselbe ist.

00:21:50: Die haben auch schon ganz klar das Bild davon.

00:21:52: Wie ich bin, wie ich reagiere, wie das Unternehmen ist, was man doch alles tun kann oder nicht tun kann.

00:21:59: Und da ist für mich einfach wichtig zu wissen, dass Wahrnehmung nie ganz objektiv ist.

00:22:06: Das macht mir im Gespräch aufmerksamer und gleichzeitig gibt es mal die Chance die Dinge nicht so persönlich zu nehmen.

00:22:14: und auch nicht immer sofort als wahr anzunehmen, sondern halt einfach, ja, einmal neugierig aufzunehmen, was da kommt, ohne das direkt zu bewerten.

00:22:25: Also die Klarheit über dieser Bayesis, über diese Denkfälle, die Wahrnehmungsverzerrungen, die wir im Kopf haben, hat man auch extrem geholfen.

00:22:33: Was ich nochmal mache, ist, ich bereite mich ganz bewusst auf jedes einzelne Gespräch vor.

00:22:40: Also überlegen wir, Trotzdem im Vorfeld, was ist ein gut gelaufen, was weniger gut, was sich ist, Potenzial, was für Entwicklung könnt ich mir vorstellen.

00:22:48: Ich gehe wirklich den Gesprächsleitfaden selber durch, denke mir, was ich mir dazu überlege.

00:22:56: Überlege mir auch, welche Botschaften ich als Unternehmerin für das Unternehmen senden will oder anbringen will, wie das gerade für die Person am besten formulieren kann, damit das auch gut landen kann.

00:23:07: Das ist für mich ganz, ganz wichtig.

00:23:09: Und es fühlt sich oft so an.

00:23:11: Oder kann sie so anfühlen?

00:23:12: Also ich habe das in der Vergangenheit zumindest so erlebt, dass das so ein bisschen fast wie ein Kontrollinstrument ist, dass ich vorher schon ganz genau weiß, sozusagen, was da passieren wird.

00:23:20: Im Gegenteil, ich finde, das ist kein Kontrollinstrument, sondern einfach ein extremes Zeichen von Wertschätzung, wenn man sich diese Zeit nimmt, dieses Gespräch auch gut vorzubereiten.

00:23:29: Also wirklich auch selber vorbereitet, in das Gespräch reinzugehen und nicht einfach nur zu sagen, ja, da soll er mal.

00:23:35: Was ist denn so?

00:23:37: Das trage ich übrigens trotzdem.

00:23:39: Meistens am Anfang erzähle ich mal, was da am wichtigsten ist, was da am Herzen liegt.

00:23:44: Aber nee, weil ich nicht genau mir vorbereitet habe oder mir nicht etwas überlegt habe, sondern um abzuholen, was gerade so ganz brennt, was da direkt am Herzen liegt.

00:23:56: Und seit letztem Jahr haben wir noch einen Teil dabei bei den Mitarbeitergesprächen, der man auch Freude macht und auf denen ich mich heuer, ganz besonders frei.

00:24:02: Ich habe das in einem der letzten Podcast-Folgen schon mal angesprochen.

00:24:06: Und zwar geht es um den Herzenswunsch für das Unternehmen.

00:24:10: Das ist ein Ritual aus den Raunechten, das Ritual der Dreizehn Wünsche.

00:24:14: Aus dem heraus ist es entstanden.

00:24:16: Voriges Jahr habe ich so gemacht, dass ich sozusagen Dreizehn Wünsche für die Agentur formuliert habe und die dann den Mitarbeitern vorgestellt habe.

00:24:27: Und sie gebeten habe sich die anzuschauen und zu sagen, wo im Jahresgespräch, wo?

00:24:32: Was finde ich mir am besten wieder?

00:24:34: Was spricht mir am meisten an?

00:24:36: Wo kann ich mir am besten einbringen?

00:24:37: Und heuer haben wir uns ja nochmal einen Schritt anders gemacht.

00:24:39: Da haben wir es wirklich bei der Weihnachtsfeier so gemacht, dass jeder Mitarbeiter, jeder Mitarbeiterin einen Herzenswunsch für das Unternehmen für im Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für Jetzt können wir das bei deinem Mitarbeitergespräch echt noch mal hinterfragen.

00:25:03: Was steht eigentlich hinter dem Wunsch?

00:25:04: Was heißt das für die Agentur?

00:25:05: Wie kennt man das auch?

00:25:06: Vielleicht noch einen Schritt weiter tragen.

00:25:08: Und was kannst du tun, damit dieser Wunsch auch in Erfüllung geht?

00:25:13: Das heißt, ihr hinterfragt diese Herzenswünsche.

00:25:15: Also erstens einmal rege dazu an, sich wirklich auch einen Wunsch für die Agentur zu überlegen.

00:25:19: Nicht nur für mich selbst, sondern für das Unternehmen, wo ihr arbeitet.

00:25:24: Mir ist dieses für mich, für dich, für uns ein ganz wichtiger Grundsatz.

00:25:28: Das nur so funktioniert, offene Unternehmenskultur für mich.

00:25:33: Das heißt, natürlich schau immer zuerst einmal, wie es mir geht und ob es für mich passt, aber es darf da nie enden.

00:25:39: Sondern ich schau, wie passt es für mich, wie passt es für mich gegenüber und wie passt es für das ganze Konstrukt, hast in dem Fall eben fürs Unternehmen.

00:25:48: Und mit diesem Herzenswunsch für das Unternehmen regt man diese dritte Dimension echt extrem gut an.

00:25:54: Und dann hinterfragen wir die beim Jahresgespräch, versuchen gemeinsam herauszuarbeiten, Wo es da wirklich das Motivierende dran ist.

00:26:02: und es gibt Sinn, das treibt an.

00:26:04: Und aus dem heraus kommen auch wirklich oft spannende, interessante Einblicke, also auf das Präime heuer ich schon, weil da sind so lustige Mönche teilweise auch dabei gewesen und teilweise extrem coole, ganz tiefgehende und teilweise innovative, also das kann sehr vermischt sein.

00:26:19: So cool lege ich dir sehr ans Herz.

00:26:23: Ja und meine... Mein letzter Punkt eigentlich, oder das, was ich da auch noch mitgeben kann, ist eine spezielle Frage, die bei uns im Jahresgespräch nie fehlen darf und die ich mittlerweile sehr zu schätzen gelernt habe, auch wenn es mir am Anfang auch Angst gemacht hat.

00:26:40: Nämlich, was würdest du tun, wenn du an meiner Stelle wärst?

00:26:44: Was würdest du an meiner Stelle anders machen?

00:26:47: Also, wenn du die Chefin wärst, was wärst dann?

00:26:51: Und ich lass die Leute nicht mit, na, das passt eh alles, das machst du alles super.

00:26:58: gehen, sondern wir schauen echt dorthin und sagen, überleg mal, gibt's irgendwas, was du aufgrund deiner Persönlichkeit, aufgrund deines Wesens, aufgrund deiner Erfahrung anders machen würdest.

00:27:13: Und es gibt immer was, weil wir sind nie alle gleich.

00:27:16: Und es kann eine ganz Kleinigkeit sein, es kann aber was ganz Große sein.

00:27:19: Und da braucht es echt Mut dafür, diese Frage zu stellen und dann vor allem eben auch diesen Raum zu halten und sich nicht zufrieden zu geben mit einem mit einer Bestätigung, die man ja natürlich gern hören, wenn dann irgendwer sagt, na du machst das eh so super.

00:27:35: Ja, damit gehen wir gern nach Hause, oder?

00:27:39: Aber da wirklich dann auch zu sagen, hey, her einfach mal hin, irgendwas gibt's und teile das mit mir.

00:27:48: Das öffnet einen unglaublichen Raum für Vertrauen, für Perspektiven, für neue Perspektiven und für echtes Miteinander.

00:27:55: Also eine Frage, die ich liebe, eine meiner Lieblingsfragen, die die im Jahresgespräch immer vorkommt.

00:28:03: Ja und heuer habe ich was, was ich mir selber vorgenommen habe, was ich bis jetzt noch nicht mache, aber was ich glaube auch unglaublich cooles Tool sein kann und zwar übers Jahr hinweg ein laufendes Performance-Lockbuch zu führen.

00:28:15: Das klingt jetzt ein bisschen zach, so ein Performance-Lockbuch.

00:28:18: Im Wirklichkeit geht es darum, übers Jahr immer wieder festzuhalten, was an Dingen passiert und zwar wirklich auf die Person bezogen.

00:28:27: Also für jede Person sozusagen sowas wie ein Tagebuch zu führen, wo man die Erfolge festhaltet, wo man so besondere Erlebnisse festhaltet.

00:28:37: Wir haben mit unserer Wertschätzungsrunde jedes Monat ganz viel Raum, wo Menschen direkt sehr, sehr positiv fürs Feedback bekommen und das teilweise zu Trainern rührt.

00:28:49: Und es ist schön, das bleibt aber bei den Leuten, aber ich möchte mir das gerne mitnotieren und das dann im Jahresgespräch nächstes Jahr wirklich Gut abkaufbar haben, was übers ganze Jahr gut gelungen ist und was mal positiv aufgefallen ist oder welches Feedback da im Kommen ist.

00:29:05: Weil uns eben ganz oft passiert, dass die letzten, das was kurz vorher passiert ist, die letzten paar Monate sind immer sehr präsent, das was länger zurücklegt, vergessen wir halt leichter.

00:29:16: Und das ist so mein Punkt, den ich heuer mit dazu nehmen möchte, wo ich sage, das möchte ich noch probieren.

00:29:22: so ein Performance-Logbuch zu führen, wirklich regelmäßiger draufzuschauen, wie Monat für Monat da hinzusetzen und so sagen, habe ich da schon was erlebt, was war da jetzt in dem letzten Monat, um das noch ein bisschen zu intensivieren.

00:29:38: Ja, und damit bin ich ja schon am Ende.

00:29:41: Also für mich, wenn ich jetzt da gerade so mit dir darüber geht, über diese Jahresgespräche ist die Vorfreude echt riesengroß.

00:29:49: Ich bin gespannt auf jedes einzelne Gespräch und es ist ein unglaublicher Switch, der da passiert ist.

00:29:54: Und wenn es bei dir jetzt gerade noch so ist, dass du sagst, okay, fühlt sie herzig gut an, wäre wahrscheinlich ein cooles Gefühl, aber für mich ist es einfach nur eine extreme Belastung.

00:30:03: Dann herrt ihr die Folge vielleicht nochmal an oder nehmt ihr das eine oder andere Mitte.

00:30:07: Ich glaube, da sind einfach viele Dinge drinnen, die dir helfen können.

00:30:11: Was auch noch wichtig ist, ganz ein wichtiger Punkt ist, dass es ein Jahresgespräch ist.

00:30:16: Ein Gespräch ist ein Dialog.

00:30:19: Wir machen mal anfangen.

00:30:20: ganz sicher zu viel selber kreht.

00:30:22: Also, wo ich glaubt hab, ich muss das nutzen, um viel Lob anzubringen, um über unsere Strategien zu sprechen, um zu sagen, was ich mir vorstelle, so einen Potenzial und so.

00:30:36: Da war das einfach zu viel.

00:30:37: Mein Sprechanteil im Gespräch war zu viel.

00:30:41: Dann habe ich das checkt, hab's umdreht, bei mir sind wir entweder oder, und hab dann über eine Phase hinweg zu wenig Reden lassen oder zu wenig Input gebracht.

00:30:55: Ein gutes Gespräch ist ausgewogen.

00:30:58: Das besteht aus Zuhören und Ausreden, und zwar zu möglichst gleichen Teilen.

00:31:03: Und vor allem aus Präsenz.

00:31:05: Das Wichtigste, was du beim Jahresgespräch tun musst, ist da zu sein.

00:31:09: Wirklich deine volle Aufmerksamkeit in diese Zeit reinzulegen.

00:31:13: Mit echten Interesse, mit echter Neugierde.

00:31:17: Das macht den großen Unterschied.

00:31:20: Also, ich hoffe, das hilft dir.

00:31:21: In der Vorbereitung deiner Jahresgespräche oder deines Jahresgesprächs.

00:31:27: Vielleicht noch eine Gedanke zum Schluss.

00:31:29: Es muss nicht perfekt sein.

00:31:31: Du musst nicht perfekt führen.

00:31:33: Du musst nicht alles lösen.

00:31:35: Du musst einfach nur da sein.

00:31:37: Und du musst bereit sein, wirklich zuzuhören.

00:31:40: Dann wird aus einem Jahresgespräch, aus einem Pflichttermin ein echtes Erfolgsinstrument.

00:31:48: Danke fürs Zuhören.

00:31:50: Meint die gern bei mir und lass mir wissen, wie es dir mit deinem Jahresgespräch, mit deinen Jahresgesprächen und auch mit dieser Folge gegangen ist, wie es da gefallen hat.

00:31:59: Vielleicht kennst du da jemand, der diesen Impulse jetzt gerade ganz gut brauchen kann, für den das jetzt genau richtig ist.

00:32:05: Dann empfehle bitte den Podcast gerne weiter.

00:32:08: Falls du mir noch nicht folgst, drück jetzt wo du diesen Deinem Podcast, die jetzt grad hörst auf Spotify, auf Apple-Podcast oder auf YouTube, wo auch immer du bist, du kannst mir folgen.

00:32:19: Das hilft enorm.

00:32:21: Und falls du Lust hast und den Podcast gerne bewerten möchtest, natürlich auch.

00:32:25: Und wenn du was zu sagen hast, dann teilst mir gerne mit.

00:32:28: Du findest mir auf Social Media, auf Instagram, auf LinkedIn, auf Facebook.

00:32:33: Und wenn du mir schreiben möchtest, ganz direkt, dann gerne an susanneatheartinger.at.

00:32:40: Ich freue mich jedenfalls, wenn du auch bei der nächsten Folge wieder dabei bist.

00:32:43: Mein Name ist Susanne Hattinger, ich bin die Nachfolgerin und das hier ist mein Podcast.

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