Folge 56 - Sei doch mal still!
Show notes
Der Jahresanfang ist laut. Nach einer ohnehin schon vollen Weihnachtszeit folgen Vorsätze, Visionen, Pläne und gut gemeinte Ratschläge, wie dieses neue Jahr bitte zu werden hat. Was wir ändern wollen. Was wir besser machen wollen. Was wir erreichen wollen.
In dieser Folge von Die Nachfolgerin gehe ich bewusst einen anderen Weg.
Ich spreche darüber, warum wir die Stille zwischen dem alten und dem neuen Jahr oft so schlecht aushalten. Warum wir Altes zwar loslassen, die entstehende Lücke aber sofort wieder mit Neuem füllen. Und warum genau diese Stille kein Mangel ist – sondern ein Raum, den wir dringend brauchen.
Es geht nicht um Ruhe im Sinne von Erholung oder Rückzug. Sondern um Stillwerden als Voraussetzung für Wahrnehmung. Darum, uns selbst wieder zu hören – jenseits von Optimierung, Zielsetzung und Dauerbeschallung.
Ich teile persönliche Gedanken, einen Impuls aus einem Artikel zur Selbstoptimierung, eine humorvolle Beobachtung zu Neujahrsvorsätzen – und warum Stille für mich gerade ein echtes Geschenk ist.
Diese Folge ist eine Einladung. Kein Auftrag. Keine Vision. Kein Vorsatz.
Vielleicht braucht dieses Jahr keinen lauten Start. Sondern einen stillen.
Ihr findet mich auch auf: Die Seite zum Podcast: www.dienachfolgerin.at
Mein aktuelles Buch www.susannehartinger.at/rauhnaechte
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Bei Fragen rund um meinen Podcast schickt mir doch einfach eine E-Mail an susanne@hartinger.at
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/)).
Show transcript
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen bei die Nachfolgerin, dem persönlichen Podcast für die erfolgreiche Unternehmensnachfolge.
00:00:16: Mein Name ist Susanne Hartinger.
00:00:17: Ich bin selbst erfolgreicher Nachfolgerin, Unternehmerin, Coach und Mentorin für Frauen aus Familienunternehmen und Unternehmerfamilien und Mama von zwei großartigen Kindern.
00:00:27: In meinem Podcast geht es um all die Themen, die uns als Nachfolgerinnen und Unternehmerinnen bewegen, persönlich, familiär und unternehmerisch.
00:00:35: Und jetzt auf in eine neue Folge.
00:00:39: Seid doch mal still, heißt die Folge.
00:00:42: Ein etwas anderer Input zum Jahresanfang.
00:00:46: Ich wollte eigentlich heuer, es war es am Folgenplan, es standen Vision, als Titel der Folge oder zumindest als Arbeitstitel.
00:00:55: Also wollt ihr was Klassisches machen, was dir hilft zum Jahresanfang, da gut ins neue Jahr zu starten, das Jahr vielleicht zum Besten deines Lebens zu machen.
00:01:06: Aber je mehr ich darüber nachgedacht habe, dass da Kara ist, wir waren okay, Davon gibt schon ganz, ganz viel.
00:01:12: Ich habe tatsächlich auch selber vor zwei Jahren die Podcast-Folge am Jahresanfang zum Thema Visionen.
00:01:18: Es gibt aus dem letzten Jahr eine Folge, die heißt, mach dieses Jahr zum Besten deines Lebens.
00:01:24: Also du hast da schon ganz viel Futter in diese Richtung, falls du jetzt das Gefühl hast, da gehören wir mit Stille, brauche ich gut Kronen, die brauche gerade Visionen, ich brauche gerade Ziele, ich brauche gerade Methoden und Tools, wie ich das Jahr am besten starten kann.
00:01:40: Ich würde dir trotzdem einladen hinzuhören, weil ich glaube, dass das, was wir gerade brauchen, eigentlich nicht noch mehr ist.
00:01:49: Nicht noch intensiver, nicht noch lauter, sondern dass wir aktuell gerade am ehesten stille brauchen.
00:01:59: Groere.
00:02:01: Also, herzliche Einladung zu einer ganz besonderen Folge zum Jahresanfang.
00:02:06: Ich habe in den letzten Tagen, wie gesagt, echt viel darüber noch gedacht.
00:02:10: Wie kann ich diese Folge gestalten, was kann ich dir als bieten, was brauchst du jetzt gerade besonders?
00:02:17: Und das ist mir unglaublich schwer gefallen.
00:02:19: Und die hat einfach auch beim Zusammenstellen von was okay, das könnte noch einliefern und das könnte noch einliefern.
00:02:27: Das Gefühl gehabt, das passt einfach nicht.
00:02:28: Und das passt auch nicht.
00:02:30: Und dann hab ich mir mal gefragt, warum tue ich mir da jetzt eigentlich gerade zu schwer?
00:02:35: Und das ist mir auch aufgefallen, dass man einfach zu laut ist.
00:02:40: Es war die Vorweihnachtszeit schon so laut.
00:02:42: Die Weihnachtszeit, die stillste Zeit des Jahres ist sowieso unglaublich.
00:02:46: Hektik, Lärm, Beschallung über euch rundherum.
00:02:51: Von stillster Zeit ist da schon lange nicht mehr zu sprechen.
00:02:55: Und jetzt auch noch den Weihnachtsfeiertagen hin zum Silvester, war es einfach so laut.
00:03:03: Es war so viel Trur rundherum.
00:03:06: So viel Input, so viel Worte.
00:03:11: Diese Jahresrückblicke, ich ließe sie unglaublich gern, wenn gerade Menschen, die mich inspirieren, ihren Jahresrückblick machen.
00:03:17: Es ist so viel.
00:03:18: Es ist so laut.
00:03:22: Und vor allem ist es nicht nur laut draußen, sondern es ist auch laut in uns, in unserem Kopf.
00:03:27: Weil durch das, dass wir so viel erzählt kriegen von da draußen, was wir jetzt gerade alles machen müssten und was ihr jetzt gerade alles braucht und was du alles gerade tun musst und wie du deine Vision festlegst und wie du deine Ziele setzt und wie man die besten Neujahrsvorsätze ever gestaltet.
00:03:42: oder ein Wischenbord, oder was auch immer es gerade ist, das beschäftigt unsere Gedanken.
00:03:51: Und das erzeugt in uns diesen Lärm an, okay, ich muss da jetzt was tun.
00:04:00: Ich muss mir da jetzt auch was überlegen.
00:04:02: Ich muss da jetzt auch hinschauen.
00:04:05: Gestern Abend, mit jemandem Kredit, der hat gesagt, ich muss jetzt unbedingt haben, weil es ist schon fast Silvester.
00:04:11: Und ich habe meinen neuen Jahresvorsitzeln noch nicht aufgeschrieben.
00:04:15: Ja, es gibt aber auch einen lustigen Aussage, der, ein Riko, mein Freund, der sagt es öfter um diese Jahreszeit, sagt, du brauchst ja dann nicht viel was selber überlegen oder du brauchst ja keine neuen Jahresvorsätze einfallen lassen, weil ich habe ganz ganz viele, also aus allen verschiedensten Lebensbereichen und die sind alle noch total ungebraucht.
00:04:39: Und natürlich ist es witzig auf der Ansage, Und lustig, aber auf der anderen Seite ist es halt so unglaublich wahr.
00:04:47: Wir alle kennen das, wir alle haben ungebrauchte Neujahrsvorsätze, die wir einfach wieder aus der Schublade holen könnten und sagen okay, dann machen wir heuer wieder.
00:04:56: Mehr Sport, weniger, keine Ahnung, weniger Alkohol, weniger Handy, weniger, was auch immer.
00:05:04: Ich halt zum Rauchen auf, was auch immer dein, da bei dir in deiner Neujahrsvorsätze Schublade ist.
00:05:11: Aber viele davon kommen wir nie in Umsetzung.
00:05:15: Und ich glaube, einer der Gründe dafür ist, dass wir diese Neujahrsvorsätze nicht wirklich aus dem tiefsten Inderen sozusagen aus unserer Stimme heraus fassen, sondern mehr so aus einem Reflex, weil sie das halt so kehrt.
00:05:33: Das alte Jahr geht zu Ende, wir lassen das alte Jahr los und zack brauchen wir jetzt aber gleich wieder neue.
00:05:41: Vorsätze fürs nächste Jahr.
00:05:42: Jetzt kommt das neue und dann braucht es auch was Neues.
00:05:46: Eine neue Version von uns.
00:05:52: Und da helfen wir in diesen Neues Vorsätze.
00:05:55: Aber es ist, wie gesagt, mehr ein Reflex als ein wirklicher Wunsch zu sagen, okay, ich möchte jetzt was verändern.
00:06:01: Das ist mehr so eine Reaktion auf das, was uns da draußen halt erzählt wird.
00:06:06: Wenn du jetzt auf Social Media schaust aktuell gerade, sind so viele Aufrufe im Sinne von Zeit für Veränderungen und Wir gehen in eine neue Phase und machen dieses Jahr zu deinem Jahr einen Zählenschritt zur besten Version von dir selbst.
00:06:21: Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich sehe es halt momentan da und denke mir, es kann nicht einfach nur mal sein.
00:06:27: Es kann nicht einfach einmal einen Moment haben, wo ich mal durchatmen kann und mal einfach schauen kann, wer ich eigentlich bin und was da eigentlich ist und was es eigentlich sein soll.
00:06:40: Ich glaube, gerade zu Beginn des Jahres haben wir diesen Substoptimierungs.
00:06:46: Machen ein bisschen alle miteinander da drauf.
00:06:49: Da hat diese Selbstoptimierung einfach Hochsaison.
00:06:53: Und Selbstoptimierung ist laut, weil sie automatisch unsere Gedanken, Speziale ansetzt oder ins Laufen bringt.
00:07:03: Und dann ist eben in uns laut.
00:07:07: Ich bin Vorbereitung jetzt, nachdem ich beschlossen habe, dass dieses Thema sein wird.
00:07:12: Dass das Thema ist, sei doch mal still.
00:07:14: Einiges auch recherchiert und mal angeschaut, was es ... so Meinungen dazu gibt und dann Themen dazu gibt.
00:07:22: Da war ein super Artikel gelesen, in dem genau diese Selbstoptimierung gerade am Jahresanfang extrem angesprochen worden ist.
00:07:31: Weil es halt durch das, dass uns so diese Gesamtsituation sagt, jetzt muss loslassen, das alte.
00:07:40: Aber gleichzeitig auch sofort mitgibt und um das neue Bestmögliche zu starten, brauchst du das und das.
00:07:48: Thema, dass wir das alte noch nicht einmal losgelassen haben und uns schon ins neue stützen.
00:07:53: Und dass es diese Zeit zwischen den Jahren, meine Lieblingsformulierung, die Raunächter oder die Zeit der Weihnachtsfeiertage ist ja die Zeit zwischen den Jahren eigentlich.
00:08:05: Und dass diese Zeit zwischen den Jahren niemand gibt, diese Ruhephase, diese Lücke sozusagen, die da ja eigentlich entsteht.
00:08:14: Wir halten diese Lücke nicht mehr aus.
00:08:17: Die wird sofort immer gefühlt.
00:08:20: Jede Lücke, die irgendwann auftritt, wird sofort wieder vollgestopft.
00:08:25: Und das fühlt sich gut an, weil wir das Gefühl haben, wir sind aktiv, wir tun was.
00:08:34: Wir arbeiten eher an uns, wir verbessern uns ständig.
00:08:39: Ich glaube halt einfach, dass das Vielfach dieser Aktivität ein bisschen eine leere Aktivität ist.
00:08:46: Eine, die halt hauptsächlich Ablenkung bedeutet.
00:08:49: Ein bisschen Entertainment für unser Hirnkastel, damit wir nicht wirklich hinhören müssen, damit wir nicht wirklich ruhig werden und gar spielen und sägen, was da echt ist.
00:09:10: Wir haben so, so stark das Gefühl, es braucht Richtung, es braucht Richtung, es braucht Richtung und wir laufen immer wieder in diese Richtung und haben da vielleicht vergessen, dass es zwischendurch auch Raum braucht.
00:09:25: dass er einmal einen Raum braucht, wo man einfach nur sein kann, wo man spüren kann, was eigentlich schon da ist, bevor es wieder weitergeht in Richtung neuer Abenteuer.
00:09:39: Ein bisschen habe ich auch das Gefühl, wenn wir über Stille reden oder über Ruhe oder über diese Lücke, dass das schon ein bisschen verzerrt worden ist.
00:09:48: Das fühlt sich so an wie Wellness.
00:09:53: Das Stille ist was, was man bei einer Meditation macht, was man sicher mal gönnt, wenn man Zeit hat.
00:10:00: Aber Stille ist überhaupt nicht Wellness.
00:10:02: Stille ist nicht was, was du dir verdienen musst oder gönnen musst, sondern Stille ist eben Wahrnehmung.
00:10:08: Stille ist der Raum, in dem du merkst, was eigentlich da ist.
00:10:11: Bevor du es mit Aktivitäten und mit Zielen und mit Plänen wieder zutext, erst in dieser Stille wird das Wesentliche spürbar und sichtbar.
00:10:21: Und zwar nicht, weil du die Augen strengst oder weil du was tust, nicht weil du was erzwingst, sondern einfach, weil der Lärm weg ist.
00:10:28: Ich habe jetzt gerade eine Einladung gekriegt zum ersten Selbsterfahrungswochen im heutigen Jahr, Mitte jener.
00:10:38: In der Einladung ist gestanden, dass wir uns dort in Stille üben werden.
00:10:42: Und dann war ich unter anderem auch der Hinweis dabei, dass für alle, die nicht vor Ort bleiben, also die nicht dort übernachten, dass die ihren Familienmitgliedern sagen sollen, also ihnen vorab mitteilen sollen, dass das halt passieren wird, dass sie sich in Stille üben.
00:10:57: Und dass halt vielleicht dann nichts reden.
00:10:59: Und das ist echt bei mir hängenblieben, weil es mir zeigt, dass Stille halt nichts Selbstverständliches ist.
00:11:07: Stille braucht Raum und manchmal eine Erklärung.
00:11:11: Du kannst nicht einfach nur stül sein, dann musst du sagen, ich bin jetzt stül, du musst das ankündigen, planen sogar oder ermöglichen.
00:11:20: Stille ist eigentlich das Naturliste auf der Welt, was es bei uns gibt.
00:11:26: Aber wir haben verlernt sie zuzulassen.
00:11:28: Wir füllen jede Lücke, jede Pause, jede freie Minute.
00:11:31: Mit Handy, mit Musik, mit Podcast, mit To Do's und vor allem mit unseren Gedanken.
00:11:37: Wir halten es nicht aus, einfach einmal nur zu sein.
00:11:40: Ohne Input, ohne Ablenkung.
00:11:43: Und deshalb braucht Stille heutzutage Raum und Zustimmung.
00:11:48: Du musst dir die Stille Bewusst erlauben, aktiv.
00:11:53: Du musst echt sagen, eh, ich will dir jetzt stößern.
00:11:57: Nicht weil ich muss, sondern weil ich will.
00:11:59: Ich will dir jetzt stößern.
00:12:01: Und manchmal musst du es sogar nicht anderen sagen.
00:12:02: Also deiner Familie, deinem Team oder dir selber.
00:12:06: Ich bin jetzt einmal stühl.
00:12:09: Und das ist okay.
00:12:10: Seid ihr bitte auch stühl.
00:12:11: Oder such dir stille.
00:12:13: Anderen anzusagen, was sie zu tun haben, ist meistens nicht der richtige Weg an der Stelle.
00:12:18: Also ganz kurz nur vermerken.
00:12:21: Und warum das Ganze eigentlich?
00:12:22: Also ich habe dir erzählt, dass in der Stille das rauskommt, was die wirklich bewegt.
00:12:27: Und es braucht ein bisschen Zeit.
00:12:29: Ah, das möchte du mitgeben.
00:12:30: Wir sind die Stille nicht mehr gewohnt.
00:12:32: Das heißt, du musst dir die Zeit geben, das auch wirklich zuzulassen und auszuhalten.
00:12:41: In der Stille kommen zuerst einmal die Gedanken, die du sonst einfach wegdrängst, von denen du dich ablängst.
00:12:48: Und die sind oft schwer auszuhalten.
00:12:49: Und das ist okay.
00:12:51: Nur wenn du sie nicht zulässt und wenn du sie nicht einmal denkst, sind sie trotzdem immer da und beschäftigen dich und belasten dich.
00:12:58: Sie sind wie so offene Fenster am Computer, die du nicht geschlossen hast, sondern einfach nur weg tippt.
00:13:06: Ich glaube, wir müssen unsere Gedanken, die da so auftauchen in der Stille, zulassen und dann mal spüren und sie einfach einmal fertig denken.
00:13:23: Je öfter wir das machen, Dass der Leichter wird zu uns fallen, diese Gedanken aber dann auch zur Seite zu legen und wirklich Stille herzustellen.
00:13:32: Und ich sage dir, wann es wichtig ist, dass man diese Stille herstellen.
00:13:35: Erstens.
00:13:37: In der Stille entsteht Ruhe.
00:13:39: Nicht Entspannung.
00:13:40: Nicht Wellness.
00:13:42: Sondern wirkliche, echte innere Ruhe.
00:13:46: Dieses Gesicht getrieben fühlen hört auf.
00:13:51: Und auch das Gefühl, dass du ständig was tun musst.
00:13:55: Dass du ständig beschäftigt sein musst.
00:13:58: Dass du ständig wer sein musst.
00:14:02: In der Ruhe erkennst du, dass es okay ist, dass du einfach mal sein kannst.
00:14:10: In der Stille, wenn wir still sind, entsteht auch innere Ordnung.
00:14:15: Es sortiert sich etwas in uns, ohne dass wir aktiv dran arbeiten müssen.
00:14:21: So wie es vorher gesagt hat, wenn du die Gedanken zulässt, musst du gar nicht Server für was du zu tun.
00:14:26: Du musst jetzt nicht aktiv dran arbeiten, dass diese Gedanken vorbei gehen oder dass sie bearbeiten, sondern du darfst sehen, wenn du sie einfach zulässt.
00:14:36: Dann ordnen sie sich von selbst.
00:14:38: Gefühle klären sich.
00:14:40: Und es werden deine Prioritäten sichtbar.
00:14:43: Aber es braucht so nicht einmal dein aktives Tun.
00:14:48: Du brauchst einfach nur mal zulassen, dass der Stille ist.
00:14:55: Was mir extrem wertvoll erscheint, gerade in unserer Zeit, ist, dass durch diese Stille auch Resilienz entsteht.
00:15:01: Stille macht dich widerstandsfähiger.
00:15:04: Nicht, weil du härter wirst, so wie beim Tun-Tun-Tun.
00:15:09: sondern weil du besser bei dir bist, weil du stärker bei dir bist, weil du spürst, was du wirklich brauchst und weil du auch merkst, wo deine Grenzen sind und du nicht ständig drüber gehst und weil du mehr im Inneren, mehr bei dir bist und weniger im Außen.
00:15:28: Das was uns wirklich schwächt, was uns wirklich belastet, ist diese Orientierung dieses Messen am Außen.
00:15:35: Je stärker wir bei uns sind, je stärker wir im Unsinn, desto leichter erfolgt uns das.
00:15:42: das Leben zu gehen.
00:15:46: Der vierte Punkt, der mir so gut gefällt, am Thema Stiller ist die Kreativität.
00:15:52: Wenn ich in der Stiller bin, ich habe das heuer selber, so schön ein Leben dürfen wir eigentlich schon vorhin gesehen haben, jetzt ist es im zweiten Jahr schon vorbei.
00:16:03: Ich war ja zum Fasten im Kloster bei Nick und habe dort bewusst keine Hände, keinen Laptop, nichts mit gehabt, also wirklich digitale Auszeit und vor allem auch den Großteil der Kommunikation abbrochen.
00:16:20: Also ich habe zwar mit den Menschen dort vor Ort geredet, aber ich habe keine Verbindungen mehr oder weniger nach außen gehalten, weder mit meiner Familie noch mit dem Team.
00:16:31: Und am Mittwoch, am Mittentag, also Mittwochentag war der Tag der Stille, also wo wirklich im ganzen Großteil sozusagen nicht gesprochen worden ist.
00:16:45: Und bei mir hat es nur so gesprudelt.
00:16:47: Also, ich bin gesessen, ich habe immer wieder mich in mein Zimmer zurückziehen müssen, mir im Schreibtisch gesetzt und habe geschrieben, geschrieben, geschrieben, weil man so viele Ideen kommen sah.
00:16:57: Nicht weil ich sie mir ausgedacht habe oder weil ich mit Kreativtechniken oder irgendwas da an mir gearbeitet hätte oder Brainstorming gemacht hätte, sondern einfach, weil durch den Raum, der plötzlich da war, Ideen kommen sah.
00:17:10: Kreativität braucht auch Lehre.
00:17:13: Kreativität braucht auch mal Lücken.
00:17:16: Also Kreativität braucht einfach diese Stille.
00:17:22: Und das letzte, was mir an der Stille fasziniert, ist die Klarheit.
00:17:28: Die Klarheit, die sie einstellt, wenn du die Stille wirklich zulassst.
00:17:33: Die kommt nicht sofort, nicht als Ergebnis oder nicht als Ziel.
00:17:36: Die stellt sich sozusagen als Nähmeffekt ein.
00:17:38: Wenn du still bist, ohne dass du was erreichen willst, dann kommt die Klarheit.
00:17:43: Ganz von selber.
00:17:45: Nicht immer, nicht garantiert, aber oft.
00:17:49: Und es ist eine andere Klarheit als die, die du dir so krampf auf der Arbeit ist, oder halt an der du ständig arbeitest.
00:17:59: Weil sie leichter ist.
00:18:00: Natürlicher.
00:18:02: Irgendwie wahrhaftiger.
00:18:05: Also falls du noch einen Grund brauchst, um diesen Satz sei doch mal still ernst zu nehmen, ich hab da gerade Fünfe geliefert.
00:18:14: Und ich fass das gerne nochmal für die zusammen, weil ich glaub das ist trotzdem mal ganz wichtig, dass man so Argumente dafür zu handhaut.
00:18:23: Das erste ist die Ruhe.
00:18:24: Die entsteht, wenn du Stille einmal zulass, diese innere Ruhe.
00:18:28: Das Gegenteil von getrieben sein.
00:18:32: Das Zweite, was die Stille bringt, ist diese innere Ordnung.
00:18:35: Eine, die du nicht aktiv herstellen musst, sondern die sich ganz natürlich ergibt.
00:18:41: Der dritte Punkt ist die Resilienz, die Widerstandsfähigkeit.
00:18:46: Die entsteht dadurch, dass du stärker bei dir bist.
00:18:50: Und das nächste, die Kreativität.
00:18:53: Kreativität braucht immer Stille.
00:18:55: braucht immer Lehre.
00:18:57: und fünftens die Klarheit.
00:18:59: Jetzt kommt eigentlich der Teil im Podcast, wo ich normalerweise so Methoden und Tools habe.
00:19:05: Wo ich da jetzt einmal vielleicht sagen darf, du mach mal jetzt gemeinsam eine Übung, setzt dir mal hin und jetzt zeig mal still.
00:19:13: Oder ob jetzt macht es so, setzt die jeden Tag in der Früh zehn Minuten hin und sei einfach still.
00:19:19: Aber das wäre dann wieder so ein Vorsatz, so ein Ziel, ein Auftrag, eine Hausübung.
00:19:24: Mir geht es nicht darum, stille zur weiteren Punkt auf deiner Optimierungsliste machen.
00:19:32: Dass du am Ende vielleicht sagst, ich muss jetzt auch noch still sein und jetzt muss ich auch noch zur Ruhe kommen.
00:19:39: Stille ist keine Leistung.
00:19:41: Stille ist kein Projekt und keine Methode.
00:19:44: Stille ist einfach eine Haltung.
00:19:47: Die Haltung, dass nicht immer alles, wo es eine Lücke gibt, sofort wieder gefühlt werden muss.
00:19:54: Dass nicht alles immer eine Richtung haben muss.
00:19:57: dass nicht alles immer sofort produktiv sein muss.
00:20:01: Und deshalb heute keine Übung, keine Methode, sondern einfach nur eine Frage.
00:20:07: Wo darf es in deinem Leben gerade stiller werden?
00:20:13: Nicht, wo musst du stiller werden, sondern wo darfst du?
00:20:18: Wo wird dir die Stille, die Ruhe, die Gutung?
00:20:21: Wo brauchst du vielleicht den Raum statt der Richtung?
00:20:26: Wo ist eine Lücke, die du vielleicht jetzt gerade einmal ungefüllt lassen kannst.
00:20:48: Du musst jetzt da nicht hinsetzen und das ausarbeiten.
00:20:51: Lass die Frage einfach wirken.
00:20:53: Wo darf stiller sein?
00:20:55: Wo darf stiller werden?
00:20:59: Ein etwas anderer Aufruf zum Jahresanfang.
00:21:04: Einfach einmal stille zuzulassen.
00:21:06: Sei doch einfach einmal still.
00:21:11: Ich hoffe, dieser etwas andere Jahresanfang hat dich berührt, hat dich vielleicht auch inspiriert, dich motiviert.
00:21:22: Dazu einfach mal nichts zu sagen und nur zu sein.
00:21:25: Vielleicht ist es genau das, was du jetzt brauchst.
00:21:31: Nicht noch mehr Input, nicht noch mehr Ziele, nicht noch mehr Optimierung, sondern einfach Raum, Ruhe, Stille.
00:21:37: Die Erlaubnis, nicht sofort zu wissen, wohin es weitergeht.
00:21:41: Die Erlaubnis, nicht jede Lücke sofort wieder zu fühlen.
00:21:46: Die Erlaubnis einfach mal da zu sein.
00:21:49: Ich glaube, manche Anfänger, die brauchen keine Vision.
00:21:52: Die brauchen einfach... Stille, die brauchen Raum.
00:21:58: Ich wünsche dir in diesem Jahr, dass nicht alles immer laut sein muss.
00:22:04: Ich wünsche dir in dem Jahr, dass nicht alles sofort in der Richtung haben muss.
00:22:08: Ich wünsche dir, dass du dir erlaubst, auch einmal still zu sein.
00:22:12: Aber vor allem wünsche ich dir, dass es ein wundervolles Jahr, zwanzig, wird und dass sich deine Wünsche erfüllen.
00:22:21: Ich sage danke fürs Zuhören.
00:22:23: Wenn es dir gefallen hat, wenn du glaubst, die Folgen, ich muss unbedingt der oder diejenige hören, dann schick sie gerne weiter, empfehle mich gerne weiter.
00:22:32: Schreib mir gerne deinen Feedback auf Instagram, auf Facebook oder auch auf LinkedIn oder auf meine E-Mail-Adresse, die ist Susanne at heartinger.t.
00:22:43: Ich hab gerade wieder so eine ganze liebe WhatsApp Nachricht gekriegt zum Podcast bei WhatsApp, wo ich als erstes genannt, diese Weise ja nicht wichtig erreichen kann.
00:22:53: Also deswegen hier jetzt auch einmal meine E-Mail-Adresse Susanne at hattinger.de.
00:22:57: Empfiehle den Podcast gerne weiter, das macht mir Freude und hoffentlich auch vielen anderen.
00:23:02: Ich freue mich, wenn du das nächste Mal wieder mit dabei bist.
00:23:05: Mein Name ist Susanne Hattinger, ich bin die Nachfolgerin und das hier ist mein Podcast.
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